Oracle führt einen neuen monatlichen Release-Zyklus für Critical Security Patch Updates ein

  • Erstellt von Matthias Mann
  • Oracle, Security, Datenbank

Die rasante Entwicklung der Möglichkeiten verschiedenster KI-Modelle erlaubt es zunehmend, sicherheitsrelevante Schwachstellen in Software schneller und einfacher mit Hilfe solcher Modelle zu identifizieren.

Dies wird von Hackern und Softwareherstellern gleichermaßen genutzt werden. Um als Anwender oder Datenbankadministrator davon zu profitieren, muss zeitnah gepatcht werden.

Oracle trägt dieser Beschleunigung Rechnung, indem ab Mai 2026 auf monatlicher Basis Sicherheitsfixes, sogenannte Critical Security Patch Updates (CSPU), bereitgestellt werden. Kunden müssen nicht mehr auf das nächste Quarterly Critical Patch Update (CPU) warten, um neu aufgefundene Schwachstellen rasch zu beseitigen. Dieses Angebot ergänzt die quartalsmäßig erscheinenden CPUs.

Weitere Details dieser Ankündigung kann man hier nachlesen: 

https://blogs.oracle.com/security/accelerating-vulnerability-detection-and-response-at-oracle

https://blogs.oracle.com/database/take-action-today-protect-your-oracle-database-against-ai-enabled-cybersecurity-threats

Matthias Mann

Ein kurzer Kommentar 

Die DOAG begrüßt die schnelle Reaktion seitens Oracle um Sicherheitslücken zeitnah zu schließen. Um nun zukünftig auf dem aktuellen Sicherheitsstand zu sein, bedeutet dies erhöhte Patchaufwände. Insoweit muss es ein mittelfristiges Ziel sein, diese Aufwände wieder zu minimieren. Es besteht sonst die Gefahr, dass der DBA und damit auch die betroffenen Datenbanken nur mit Datenbankpatching beschäftigt sind.

Christian Trieb, DOAG Leiter Datenbank Community

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