Oracle Linux 6.5 mit DTrace-Integration und Container-Support

  • Erstellt von DOAG Online
  • Infrastruktur

Das neue Oracle Linux Release 6.5 steht nun zum Download bereit. Neben dem aktuellen Red-Hat-kompatiblen Kernel ist auch Oracles hauseigener Kernel Unbreakable Enterprise Release 3 standardmäßig installiert. Neu in der Version sind unter anderem die Integration vom Tracing-Framework DTrace und Erweiterungen in puncto Filesystem btrfs. Zudem wurde die Virtualisierungslösung Linux Container für den produktiven Einsatz freigegeben.

Oracle LinuxDas neue Oracle Linux Release 6.5 steht nun zum Download bereit. Neben dem aktuellen Red-Hat-kompatiblen Kernel ist auch Oracles hauseigener Kernel Unbreakable Enterprise Release 3 standardmäßig installiert. Neu in der Version sind unter anderem die Integration vom Tracing-Framework DTrace und Erweiterungen in puncto Filesystem btrfs. Zudem wurde die Virtualisierungslösung Linux Container für den produktiven Einsatz freigegeben. 

Das Tool DTrace dürfte den Solaris-Anwendern bekannt sein. Nun wurde es in Oracle Linux 6.5 implementiert. Somit handelt es sich um die einzige Linux-Distribution, die das Werkzeug für Real-Time-Tracing, Troubleshooting und Tuning unterstützt. Die neue Version wird auch mit User-Level Statically Defined Tracing (USDT) geliefert. Somit können Anwendungsentwickler Probepunkte in die Applikation legen, die dem Tunen, der Problemerkennung und dem Reporting dienen. 

Die Virtualisierungslösung Linux Container, die zuvor als Vorschau bekannt war, ist nun zum produktiven Einsatz geeignet. Um Container zu erstellen, können auch die Oracle VM Templates genutzt werden. 

Durch die Verbesserungen des Datensystems btrfs haben Administratoren nun die Möglichkeit schnell inkrementelle Backup-Mechanismen zu implementieren, die die Dateisystem-Snapshots nutzen. Auch können nun verschiedene Grenzwerte für Volumina und Teilvolumina gesetzt werden. Mit der Hole-Punching-Funktionalität können nicht mehr benutzte Speicherbereiche freigeben werden. Diese Neuerung bringt auch Verbesserungen in weiteren unterstützten Dateisystemen mit sich – wie zum Beispiel XFS, ext4 , OCFS2 , ASMLib und NFS. Zusammen mit NFS 4.1 wird jetzt pNFS unterstützt. 

Auch in Sachen Security hat sich Einziges getan: Anwendungen haben die Möglichkeit, sich verschlüsselte Datenspeicher zu teilen. Eine Smartcard- Authentifizierung kann von einer größeren Anzahl von Anwendungs-Subsystemen für Single Sign-Ons (SSO) verwendet werden.

Neben InfiniBand-Updates kommen der neuen Linux-Version auch die Unterstützung der Intel-Prozessorfamilie „Ivy Bridge“ zugute und Oracle Linux kann als Gast auf Microsoft Server Hyper-V und Windows Azure laufen. Vorgesehen ist auch eine Unterstützung von SSDs, die auf NVM Express basieren. Diese können vom Datenbank-Feature Oracle Database Smart Flash Cache genutzt werden.