Oracles neues Datenbank-Release ist ab sofort in der Cloud verfügbar. Was die Anwender – vor allem in Deutschland – jedoch mehr interessieren dürfte, ist der Erscheinungstermin der On-Premise-Version. Darüber schweigt sich Oracle aber gekonnt aus.
Exadata Express Cloud Service bereits verfügbar
Seit Montag ist die Oracle-Datenbank 12c Release 2 in der Cloud verfügbar. Die Kosten für den Exadata-Express-Cloud-Service betragen ab 175 Dollar ("im ersten Monat", so Larry Ellison). Laut Ellison umfasst die Cloud-Datenbank alle erweiterten Optionen, und sie ist zu 100 Prozent mit On-Premise-Datenbanken kompatibel.
Amazon Cloud versus Oracle Cloud
Hatte Larry Ellison schon am Sonntagabend Amazon den Kampf angesagt, kam er in seiner Keynote am Dienstag erst so richtig in Fahrt. Mit großem Spaß führte er im direkten Benchmark-Vergleich Amazon immer wieder als Verlierer vor. So sei etwa die "Oracle Cloud" 24-mal schneller als Oracle auf Amazon Web Services (AWS) und 105-mal schneller als der Data-Warehouse-Service Redshift.
Weitere Neuigkeiten in Sachen Datenbank
Ein Schlüssel-Feature in Oracle 12.2 wird auch weiterhin Mandantenfähigkeit sein. Dabei werden nun bis zu 4096 Pluggable Databases (PDB) unterstützt. In-Memory-Features werden in Zukunft eine zunehmend größere Rolle spielen. Laut Oracles Senior Vice President Andy Mendelsohn sollen ab 2018 nichtvolatile Memory-Technologien verfügbar gemacht werden. Das 12.2-Release unterstützt außerdem natives Datenbank-Sharding für elastische Skalierbarkeit und Zuverlässigkeit für OLTP-Applikationen.
Anmerkung der Redaktion: Dies ist eine Zusammenfassung des Artikels, der zuerst bei unserem Partner Heise erschienen ist (zum Artikel). Leider hat die DOAG in diesem Jahr von Oracle keine Presseakkreditierung erhalten. "DOAG Online"-Redakteurin Marina Fischer berichtet daher bei Heise auf www.heise.de aus der kalifornischen Metropole.


