Oracle verspricht eine enorme Rechenleistung für kleine Preise und vergleicht – wie gern vom Unternehmen gehandhabt – sein neues Werk mit dem IBM Power 780. Darauf basierend prahlte Oracle-Chef Larry Ellison in einem Webcast mit 17 Weltrekorden. Inwiefern dieser Vergleich einer genaueren Prüfung standhält, wird sich herausstellen.
Oracle geht mit dem Vergleich sogar einen Schritt weiter: Die neuen SPARC-Server und Oracle-Solaris entsprächen in puncto Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit und Wartungsfreundlichkeit (RAS) der Mainframe-Klasse, so der IT-Riese.
Das neue Spitzenmodell im Midrange-Bereich, der SPARC-T5-8, kostet in der Basisversion 268.314 US-Dollar. Der „Premier Support for Systems“ wird im ersten Jahr mit etwa 32.200 US-Dollar veranschlagt. Die Server SPARC T5 und SPARC M5 vervollständigen gemeinsam mit den Entry-Level (SPARC T4 Servern) die SPARC- Familie, die nun sowohl das Einstiegslevel, als auch den Midrange- und High-End-Bereich abdeckt. Im High-End-Bereich präsentiert Oracle den SPARC M5 32 Server. Dieser bietet umfassende RAS-Funktionen wie zum Beispiel Hardware Domains.
Darüber hinaus beinhaltet die neue Produktlinie als Teil von Oracle Premier Support bereits die Null-Overhead-Virtualisierung durch Oracle VM Server for SPARC und Unified-Systems-Management über Oracle Enterprise Manager Ops Center 12c. Somit verfügen nun alle SPARC-Server über die gleichen Virtualisierungsfunktionen, was das Ressourcenmanagement vereinfacht.
Ausgestattet ist das Spitzenmodell im Midrange-Bereich mit acht SPARC T5 CPUs, die jeweils über 16 Kerne verfügen. Zudem ist in puncto Hauptspeicher eine Konfiguration von entweder zwei oder vier TByte vorgesehen. Dabei kommen etweder 16 oder 32 DDR3-1066-Speichermodule pro CPU zum Einsatz. Darüber hinaus garantieren 16 Hot-Plug-fähige PCIe-3.0-Slots die I/O-Performance. Für zusätzliche I/O-Bandbreite sorgen vier integrierte 10-Gigabit-Ethernet-Ports.


