Oracle übernimmt den Werbedatenanalysten Datalogix

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Oracle hat die Übernahme des Big-Data-Spezialisten Datalogix angekündigt. Dessen Marketing-Tool ermöglicht, Daten über das Kaufverhalten von Kunden im stationären Handel mit Analysen zu Aufwand und Wirksamkeit digitaler Werbeaktionen zu verknüpfen. Oracle will Datalogix in das Oracle-Cloud-System integrieren und damit das eigene Cloud-Geschäft weiter voranbringen. Über finanzielle Details der Übernahme ist nichts bekannt.

Oracle hat die Übernahme des Big-Data-Spezialisten Datalogix angekündigt. Dessen Marketing-Tool ermöglicht, Daten über das Kaufverhalten von Kunden im stationären Handel mit Analysen zu Aufwand und Wirksamkeit digitaler Werbeaktionen zu verknüpfen. Oracle will Datalogix in das Oracle-Cloud-System integrieren und damit das eigene Cloud-Geschäft weiter voranbringen. Über finanzielle Details der Übernahme ist nichts bekannt.

Datalogix wertet laut eigenen Aussagen zurzeit Konsumausgaben in Höhe von zwei Billionen US-Dollar aus. Die Daten aus über 110 Millionen Haushalten stammen von rund 1.500 Datenpartnern. Zu den bekanntesten Kunden zählen unter anderem Ford, Kraft, Facebook und Twitter.

Durch die Integration von Datalogix in das Oracle-Cloud-System will Oracle eine umfassendere, kanalübergreifende Marktanalyse ermöglichen. Jede Kundeninteraktion lasse sich damit über digitale und traditionelle Kanäle personalisieren und messen, so Oracle. Kunden können gezielt angesprochen werden, wodurch die Werbeausgaben ebenfalls gezielter zum Einsatz kämen.

Cloud-Geschäft beschert Oracle gute Quartalszahlen

Mit dem neuen Cloud-Dienst Data-as-a-Service (DaaS) kann Oracle sein Cloud-Geschäft weiter ausbauen. Damit ist die Cloud-Strategie des US-Konzerns weiterhin auf Wachstum angelegt: Im zweiten Quartal 2014 legte Oracle insbesondere im Geschäft mit den Cloud-Diensten Software-as-a-Service (SaaS), Platform-as-a-Service (PaaS) und Infrastructure-as-a-Service (IaaS) zu. Hier waren Zuwächse von 45 Prozent auf 516 Millionen Dollar zu verzeichnen.

Auch die Hardware-Einnahmen fielen im zweiten Quartal 2014 höher aus als im Vorjahreszeitraum: Sie stiegen um ein Prozent auf 1,3 Milliarden Dollar. Damit verzeichnete Oracle im Hardware-Bereich zum ersten Mal ein Plus. Oracles Haupteinnahmequellen liegen jedoch nach wie vor im Bereich Support und Lizenzierung.

Insgesamt stieg Oracles Gesamtumsatz im zweiten Quartal um drei Prozent auf 9,6 Milliarden Dollar. Der Gewinn des US-Konzerns sank dagegen um zwei Prozent auf 2,5 Milliarden Dollar.