Offensichtlich weckt die Materie Interesse: So sollte die SIG ursprünglich in der DOAG KonferenzLounge in der Berliner Geschäftsstelle stattfinden. Doch die Nachfrage ist so groß, dass die Veranstaltung nun in das Hotel Leonardo Royal Berlin Alexanderplatz ausweichen wird. Im Vorfeld hat DOAG Online mit Stefan Kinnen über die Herausforderungen bei der Entwicklung von Applikationen für mobile Endgeräte gesprochen.
DOAG Online: Stefan Kinnen, Sie brauchen für die SIG Development Mobile Computing eine größere Location. Das ist doch eine gute Nachricht, oder?
Stefan Kinnen: Ja, in der Tat. So schön die DOAG KonferenzLounge in Berlin ist – für dieses Event ist sie zu klein. Die Resonanz der Anwender ist erfreulich hoch und unterstreicht den Informationsbedarf für dieses Thema.
DOAG Online: Die Development & BI/DWH Community der DOAG widmet zum ersten Mal eine SIG dem Thema Mobile Computing. Wie intensiv will sich die DOAG im Zukunft mit mobiler Entwicklung beschäftigen?
Stefan Kinnen: Nun, bei der Abstimmung der Themen für 2012 innerhalb der Leitungsteam der Development & BI/DWH Community hat sich das Thema Mobile Computing sehr schnell als Schwerpunkt herausgestellt. Diese erste SIG Development wird also sicher nur der Auftakt zu weiteren Aktionen sein.
DOAG Online: Die gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung der mobilen Endgeräte wächst rasant. Im geschäftlichen Umfeld auch. Es wird viel gesurft, jedoch bleibt die Nutzung von Apps bei berufstätigen Usern in Deutschland relativ gering (31 Prozent), weil es verhältnismäßig noch wenig Angebote für Geschäftsanwendungen gibt. Wie schätzen Sie die Entwicklung auf dem Business-Markt ein?
Stefan Kinnen: Larry Ellison hat auf der Oracle OpenWorld in San Francisco genau diese Frage eigentlich schon bestens am Beispiel der Softwareentwicklung Oracle Fusion Applications beantwortet. Die Öffnung von Geschäftsprozessen über Applikationsgrenzen hinaus und die Einbindung jeglicher Devices - also vor allem auch der mobilen - sind eine elementare Grundsatzanforderung. Wir können also bestimmt auch schon in recht naher Zukunft mit mehr Business-Apps rechnen. Im Gegensatz zu den vielen eher privat genutzten Apps werden Unternehmen hier aber wohl zunächst nur ihre eigenen Apps entwickeln.
DOAG Online: Die Einbindung der Arbeitskräfte, die nicht an einem festen Standort arbeiten, stellt eine große Herausforderung für Entwickler dar und bringt eine Veränderung der IT-Landschaft mit sich. Wohin geht die Reise für Developer und welche Besonderheiten hat der Markt?
Stefan Kinnen: Die Standortunabhängigkeit ist mit dem Durchsatz von Web-basierten Architekturen und der Weiterentwicklung der Netzwerke (beispielsweise VPN) so weit fortgeschritten, dass ein variabler Standort für die Nutzung von Applikationen uneingeschränkt möglich ist. Was jetzt fehlt sind schlanke Lösungen, die einen einfachen und schnellen Zugriff auf gezielte Daten von einem Smartphone oder Tablet-PC ermöglichen. Hier gilt es, die Architekturen und auch die GUIs von Applikationen variabler und adaptiert zu entwickeln.
DOAG Online: Nun nehmen Sie im Rahmen der SIG Development die Development-Tools aus dem Hause Oracle unter die Lupe. Wie lässt sich mit den Tools arbeiten? Wie ist das Feedback aus der Community?
Stefan Kinnen: Genau das wollen wir ja bei der SIG Development herausfinden!

