- Holen Sie sich Hilfe
Holen Sie jemanden mit ins Gespräch, der sich mit der Materie auskennt. Ein paar verstreute Fachbegriffe können den Laien leicht beeindrucken, auch wenn nicht viel dahintersteckt. Personen, die sich zwar gut präsentieren können, aber nur Buzzword-Kompatibel sind, können für Nicht-Spezialisten schwer zu identifizieren sein. Sie brauchen jemanden an Ihrer Seite, der in der Lage ist, die Aussagen der Kandidaten zu hinterfragen.
- Zertifizierungen alleine sind kein Kriterium
Viele gute Oracle-Spezialisten haben sich zertifizieren lassen. Eine Zertifizierung setzt ein großes Investment von Zeit und Geld für die Vorbereitungskurse voraus. Das ist für sich gesehen natürlich positiv zu bewerten.
Ein Zertifikat bescheinigt allerdings in der Regel nur theoretisches Wissen und sagt nichts über die Praxiserfahrung aus, die den Großteil eines guten Spezialisten ausmacht. Insbesondere, wenn ein Kandidat ausschließlich seine Zertifikate hervorhebt, ist Vorsicht geboten.
Auf der anderen Seite gibt es natürlich viele gute Informatiker, die nicht zertifiziert sind. Das ist absolut kein Grund, sie nicht einzustellen.
- Stellen Sie keine Syntax-Fragen
Die Syntax von SQL-Befehlen ist einfach nachzuschlagen und in Zeiten von Internet ist es absolut unwichtig, ob sich jemand an die exakte Reihenfolge von Schlüsselwörtern in einem Befehl erinnern kann. Wichtiger ist zu wissen, wonach zu suchen ist und welche Seiten am schnellsten zu verlässlichen Ergebnissen führen.
- Spezialfeatures sind in der Regel nicht ausschlaggebend
Niemand kann alles wissen. Aber gute Fachleute können sich schnell in alle Spezialfeatures einarbeiten. Solange die tiefe Kenntnis eines speziellen Features (wie zum Beispiel Spatial oder Workspace Manger) für die ausgeschriebene Stelle nicht essentiell ist, gibt es keinen Grund, einen Kandidaten mit Detailfragen zu verunsichern. Es könnte unnötige Spannungen in die Gesprächsatmosphäre bringen. Sollte der Kandidat allerdings diese Kenntnisse in seinem Lebenslauf selber herausgestellt haben, dann lohnt es sich nach Einzelheiten zu fragen.
- Evangelisten kennen
Es gibt ein paar Evangelisten, die jeder Oracle-Spezialist kennen sollte. Tom Kytes Webseite „AskTom“ ist zum Beispiel für DBAs eine essentielle Informationsquelle. Ein PL/SQL Entwickler, der noch nie etwas von Steven Feuerstein gehört hat, kann sich nicht intensiv mit seiner Programmiersprache auseinandergesetzt haben.
Niemand erwartet, dass man diese (englischsprachigen) Gurus schon einmal persönlich gesehen hat. Aber jemand, der wirkliches Interesse an der Oracle-Datenbank hat, sollte diese Evangelisten zumindest einordnen können.
- Englisch ist ein Muss
Die Oracle-Datenbank ist ein amerikanisches Produkt. 90 Prozent der Literatur und die komplette Dokumentation ist auf Englisch geschrieben. Ein Oracle-Spezialist muss aus diesem Grund wenigsten ein solides Leseverständnis der englischen Sprache haben.


