Unkonventionelle Ansätze für außergewöhnliche Systemperformance

  • Erstellt von Matthias Mann
  • Datenbank, Development

Wenn drei Oracle-Gurus sich dem Motto "think different" annehmen, dann können sich die Veranstaltungsteilnehmer auf außergewöhnliche Herangehensweisen in Bezug auf Form und Inhalt gefasst machen. Die drei Performance-Spezialisten Andrew Holdsworth, Graham Wood und Tom Kyte begeisterten mit ihrem Veranstaltungsformat "Real World Performance Tour", ihren ideenreichen Überlegungen und Live-Demos am 19. Februar in München über 100 Teilnehmer.

Wenn drei Oracle-Gurus sich dem Motto "think different" annehmen, dann können sich die Veranstaltungsteilnehmer auf außergewöhnliche Herangehensweisen in Bezug auf Form und Inhalt gefasst machen. Andrew Holdsworth, Graham Wood und Tom Kyte begeisterten mit ihrem Veranstaltungsformat "Real World Performance Tour", ihren ideenreichen Überlegungen und Live-Demos am 19. Februar in München über 100 Teilnehmer.

Die Fälle, die zur Sprache kamen, waren typisch – repräsentative Beispiele der Systemanalyse aus der täglichen Praxis. Die Ansätze der drei Datenbankexperten waren es allerdings viel weniger: Das lag unter anderem an den sehr unterschiedlichen Backgrounds, Schwerpunkten und Sichtweisen von Holdsworth, Wood und Kyte, die in die Lösungsfindung einflossen.

Ob Load Balancing, Index Design, effiziente Formulierung von SQL-Queries im Zusammenhang mit Parallelisierung und Statistiken, OLTP Basics (Connection Pools, open cursors, session leaking, blocking sessions) oder set based data processing – die drei Koryphäen probierten in didaktisch sehr vorbildlicher Art und Weise verschiedene Ansätze aus und zeigten durch teils unkonventionelle Herangehensweisen signifikante Verbesserungen der Gesamtperformance.

Dabei machten die Fachmänner anhand von Live-Demonstrationen auch auf weit verbreitete Fehler im Umgang mit Performance-Problemen aufmerksam, wie zum Beispiel den unsachgemäßen Einsatz von Methoden (parallelisiere so viel es geht) oder das Herbeizwingen von Lösungen, bevor das Problem richtig verstanden wurde. Ebenso sprachen sie die Datenmenge an, deren Einfluss auf die Problemlösung oftmals falsch eingeschätzt wird.

Die lockere Diskussion zwischen den drei Experten bezog das Publikum sehr stark ein und brachte vorrangig eine Erkenntnis zum Vorschein: Ein unvoreingenommener, fachlich übergreifender sowie ganzheitlicher Blick (der berühmte Blick über den Tellerrand) auf die Problemstellung birgt die größten Chancen, die optimale Lösung zu finden.

Der Veranstaltungsstil fand breiten Anklang bei den Teilnehmern, was auch die regen Diskussionen und Gespräche in den Pausen bestätigten. Die Veranstaltung wurde von der DOAG in Zusammenarbeit mit den schweizerischen (SOUG) und österreichischen (AOUG) Oracle-Anwendergruppen organisiert.