Die Bedeutung des Themas Public-Cloud ist trotz aller Vorbehalte unbestritten: Die Landschaft für Cloud Computing wird im Jahr 2017 zunehmend von Plattform- und Datenbank-Services dominiert werden, die hybride Infrastrukturen unterstützen. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie, die IDG Connect im Auftrag von Oracle durchgeführt hat – ein Grund mehr, sich anzuschauen, was die Oracle-Cloud im Bereich Java anzubieten hat.

Insgesamt unterscheidet man zwischen:
- Infrastructure as a Service (IaaS),
- Platform as a Service (PaaS),
- Software as a Service (SaaS),
- Data as a Service (DaaS).
Für Entwickler sind neben dem Database Service vor allem der Developer Cloud Service, der Mobile Cloud Service und der Java Cloud Service interessant. Vom Java Cloud Service (JCS) gibt es folgende drei Ausprägungen:
1. Java Cloud Service - SaaS Extension,
2. Java Cloud Service - Virtual Image,
3. Java Cloud Service.
PaaS: SaaS Extension
Beim JCS (SaaS Extension) handelt es sich um einen reinen PaaS, bei dem die Version 10.3.6 des Oracle WebLogic Servers (WLS) mit den ADF-Bibliotheken von 11.1.1.7.1 zur Verfügung steht. Die dazu passende Version des JDeveloper 11.1.1.7.1 ist eine spezielle Cloud-Version der IDE.
Die Bezeichnung „SaaS Extension“ wurde gewählt, weil auf Basis dieses Service Erweiterungen der Oracle-Standardsoftware (E-Business Suite bzw. Fusion Applications) betrieben werden können. Natürlich können auch andere Arten von Applikationen deployed werden, sofern sie mit der geforderten Version entwickelt wurden. Während dies bei ADF-Applikationen die Version 11.1.1.7 bzw. 11.1.1.7.1 sein muss, fallen bei Web-Services die Abhängigkeiten von der Version des JDevelopers weniger ins Gewicht, solange die jeweilige Version des Web-Service-Standards unterstützt wird.
Insgesamt sind aber die Konfigurations- und damit Einflussmöglichkeiten in Bezug auf den Service relativ gering.
Java Cloud Service & Java Cloud Service - Virtual Image
Bei den beiden anderen Java Cloud Services handelt es sich dagegen um erweiterte IaaS, bei denen eine WLS-Umgebung zum Deployment von Java-Applikationen zur Verfügung gestellt wird. Der Anwender kann neben der Größe auch die Version (11.1.1.7 oder 12.1.3) sowie die Edition des WLS (Standard, Enterprise, Suite) auswählen. Der WLS kann als Cluster aufgesetzt und ein Load Balancer (Oracle Traffic Director) hinzugefügt werden.
Ein Zugriff auf die Konfiguration ist sowohl auf Betriebssysteme-Ebene (über SSH) als auch über die vertrauten Web-Consolen des WLS und der Fusion Middleware möglich. Während der Java Cloud Service - Virtual Image ein Disk Image mit den genannten Funktionalitäten zur Verfügung stellt, bietet der Java Cloud Service eine zusätzliche Werkzeugunterstützung für administrative Aufgaben (Patches, Scaling, Backup, Restore). Zusätzlich zu den eigenen Applikationen können im Java Cloud Service inzwischen die SOA Suite, die BPM Suite, WebCenter Portal und WebCenter Sites deployed werden.
Wer einen der angebotenen Java Services erwirbt, bekommt kostenfrei einen Developer Cloud Service, der mit dem Java Cloud Service „verdrahtet“ ist. Dieser Developer Service bietet folgende Funktionen für die Entwicklung von Applikationen:
- Verwaltung von Projekten, Teams und Aufgaben
- Versionsverwaltung (git)
- Build-Prozess (Maven, Hudson)
- Issue Tracking
- Code Review
- Wiki
Um die Funktionalität der Cloud Services zu testen, besteht die Möglichkeit, einen Trial-Account für eine begrenzte Zeit zu beantragen. Nähere Informationen erhalten Interessierte auf https://cloud.oracle.com/java


