Der Oracle Data Integrator (ODI) soll als strategisches ETL-Tool von Oracle den Oracle Warehouse Builder ablösen. Da viele Anwender erhebliche Investitionen in OWB getätigt haben, unterstützt das Software-Unternehmen eine stufenweise Migration von OWB 11gR2 (11.2.0.4) zu ODI 12c (12.1.2). DOAG Online gibt einen Überblick über die Funktionen, die den Übergang erleichtern sollen.
Oracle Data Integrator 12c bietet eine vollständig integrierte Lösung für die Erstellung, Bereitstellung und Verwaltung von datenzentrierten Architekturen in operativen und analytischen Umgebungen. Darüber hinaus vereint er alle Elemente der heutigen Datenintegration. Das betrifft die Echtzeit-Daten-Bewegung, Transformation, Synchronisation, Datenqualität sowie das Datenmanagement und die Datendienste. So können Informationen stets aktuell, genau und konsistent über komplexe Systeme verteilt werden.
ODI 12c vereint Elemente der heutigen Datenintegration:
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Um den immer komplexeren Datenintegrationsanforderungen gerecht zu werden, liefert ODI Komponenten, die sowohl aus Kern-ETL-Anforderungen als auch aus neuen Trends resultieren – wie zum Beispiel Echtzeit und Big Data.
Migration von OWB zu ODI
Wer sich für eine Migration zu ODI entscheidet, muss nicht wieder von vorne anfangen: ODI 12c unterstützt die Ausführung und Verwaltung der Jobs von OWB 11gR2 direkt im ODI-Studio oder in der ODI-Konsole. Mit dieser gemeinsamen Orchestrierungs- und Monitoring-Lösung können OWB-Objekte auf sinnvolle Art und Weise über einen längeren Zeitraum migriert werden.

Mit ODI 12c können auch OWB-11gR2-Konzepte und -Objekte zu denen des ODI 12c zugeordnet werden. Zusätzlich schafft ein Migrationswerkzeug Abhilfe. Dieses ist in der Lage, automatisch viele OWB-Objekte und -Zuordnungen in ihre ODI-Äquivalente zu übersetzen.
Das Migrationswerkzeug
Dieses Migrationswerkzeug ist ein Kommandozeilenprogramm, das mit dem Patch 17830453 für die Installation von OWB 11gR2 (11.2.0.4) bereitgestellt wird. Es verwendet eine Konfigurationsdatei, um die Migration durchzuführen. Damit können die Entwurfszeit-Metadaten aus OWB zu ODI migriert werden. Laufzeitdaten und physikalische Objekte indes werden nicht migriert.
Das Migrationsprogramm ist als Hilfsmittel zu betrachten. Da damit nicht alle Arten und Varianten von OWB-Objekten migriert werden können, ist ein zusätzlicher manueller Aufwand erforderlich.
Objekte, die migriert werden | Objekte, die nicht migriert werden |
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Die Migration erfolgt in folgenden Schritten:
- Vor Ausführung des Migrationswerkzeugs prüfen Sie bitte, ob Ihr System den Anforderungen entspricht und schauen Sie sich genau an, welche Objekte migriert werden können. Unterstützt werden die Plattformen Linux x86-64 und Windows x64. Zudem müssen OWB und ODI folgenden Patch-Level haben:
Oracle Warehouse Builder | Oracle Data Integrator | |
Basisversion | 11.2.0.4 | 12.1.2.0.0 |
Notwendiger Patch | 17830453 (11.2.0.4.1) | 17053768 |
- Editieren Sie die Konfigurationsdatei des Migrationsprogramms und überprüfen Sie, ob die Einstellungen für Ihre Umgebung richtig gesetzt sind. Die Konfigurationsdatei enthält Verbindungsinformationen und weitere Details, die für die Migration erforderlich sind.
- Starten Sie das Migrationsprogramm, um die OWB-Objekte zu konvertieren anhand der Informationen in der Konfigurationsdatei.
- Überprüfen Sie nach erfolgter Ausführung die Log-Datei des Migrationsprogramms. Diese enthält Details über die Objekte, die migriert wurden, sowie eventuelle Fehlermeldungen.
- Überprüfen Sie den Exklusions-Bericht des Migrationsprogramms. Dieser bietet eine Übersicht über die Objekte, die migriert wurden. Zudem führt er für jedes Objekt auf, ob die Migration erfolgreich verlief oder Fehler auftraten.
- Starten Sie ODI-Studio, verbinden Sie sich mit Ihrer ODI-Umgebung und führen Sie einen Post-Migrationstest aus, um die erfolgte Migration zu überprüfen.


