Andreas, JavaLand naht jetzt mit großen Schritten. Wie ist die Stimmung kurz vor der Veranstaltung?
Ja, es ist schon ein leichtes Kribbeln da. Langsam steigt die Aufregung, aber das Gefühl ist sehr gut. Die Anmeldezahlen passen und man spürt regelrecht die Begeisterung innerhalb der Community. JavaLand wird - glaube ich – sehr gut werden.
Vor Ort betreust du in der Community Hall die Community-Aktivität Early Adopters Area. Worum geht es da?
Die Konferenz ist ja Community-getrieben. Deswegen haben wir für das Rahmenprogramm zwei Sachen herausgepickt, die die Java-Community vorantreiben kann. Es sind offizielle Programme, die meiner Meinung nach mehr Aufmerksamkeit verdienen: Adopt a JSR und Adopt Open JDK.
Da kommt der Java Community Process (JCP) leicht zum Vorschein. Manchmal hat man den Eindruck, dass die Spontaneität, Ideenreichtum und Innovationskraft – und letztendlich auch die Begeisterung – der Community durch solche Prozesse und Formalien im Keim erstickt werden. Wie siehst du das?
Wer hat schon Lust auf Formalien? Als Entwickler will man sich hinsetzen und loshacken, testen, Schwachstellen identifizieren, neue Ideen entwickeln, mitdiskutieren und so Java voranbringen… Und genau das bieten wir auf JavaLand an. Es kann sein, dass die Hürde für eine Teilnahme am JCP als hoch empfunden wird. Aber auf JavaLand läuft alles ohne Papierkram. Man muss nur sich selbst und möglichst einen Notebook mitbringen – sonst nichts. Wir haben vorkonfigurierte Virtual Machines vorbereitet, sodass jeder schnell und unkompliziert einen wertvollen Beitrag leisten kann. Wir haben die Experten mit vor Ort, die jedem Rede und Antwort stehen.
Wer ist denn in der Early Adopters Area vertreten?
Die "Specification Leads" Ed Burns von Oracle für Java Server Faces, Anatole Tresch von Credit Suisse für die Money & Currency API und Martin Scott Nicklous von IBM für die Portlet Specification sind mit von der Partie. Am Rande von JavaLand sind übrigens zwei öffentliche Expert Goup Meetings geplant. Sie finden am Dienstag um 13 Uhr und am Mittwoch um 9 Uhr im Raum Dambali des Hotels Matamba statt. Jeder kann den Besprechungen beiwohnen.
Warum sollte man sich eigentlich engagieren?
Oh! Aus vielen Gründen! Natürlich ist die Begeisterung für Java und der Wunsch, die Standardisierung der Programmiersprache voranzutreiben, ausschlaggebend. Und gemeinsam mit vielen anderen begeisterten Leuten wie im Javaland macht es natürlich am meisten Spaß. Letztendlich heißt es auch, immer up-to-date zu sein. Der Wissensvorsprung ist also beachtlich – was auch für die Karriereleiter nützlich sein kann. Natürlich macht es in der Vita einen guten Eindruck und für Recruiter ist das Engagement eines Entwicklers ein Unterscheidungsmerkmal. Es ist also insgesamt auch eine gute Sache für das Eigenmarketing.


