Begrüßungs-Keynote von Larry Ellison: „Alles wird schneller“

  • Erstellt von wta
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In einer ungewohnt sachlichen Rede begrüßt Oracle-Chef Larry Ellison in einer Keynote die Besucher der diesjährigen Oracle OpenWorld. Nachdem er die Performance-Vorteile der bereits bekannten Hard- und Software-Kombinationen Exadata und Exalogic ausgiebig aufgezählt hatte stellt er mit Exalytics ein neues Mitglied dieser Familie vor.

Larry Ellison beginnt seine Keynote in bekannter Weise mit einem Trailer aus seinem Lieblingssport, dem Americas Cup. Der Film leitet elegant über vom Segeln zur Software, wobei klar wird, worauf es dem Oracle-Chef in erster Linie ankommt: überall der Beste zu sein. Es folgt eine lange Abhandlung über Exadata und Exalogic, wobei das Wort „schneller“ gefühlte zweihundert Mal fällt. „Die Parallelverarbeitung von Exadata bringt zehnmal mehr Performance“, „Die Kompression von Exalogic macht das System zehnmal schneller“, „Exalogic hat zehnmal mehr DRAM als bisherige Systeme, benötigt dafür zehnmal weniger Disk-Kapazität“, die Aufzählung der Rekorde will nicht enden. Es gibt kaum eine Folie, die den Begriff „faster“ nicht enthält. Mehr als 1.000 Exadata-Systeme hat Oracle in diesem Jahr bereits verkauft. Weitere 3.000 sollen in den nächsten Monaten noch an den Mann gebracht werden.

Im zweiten Teil der Keynote kommt der kürzlich vorgestellte SPARC Supercluster ins Spiel. Der SPARC-T4-Prozessor hat laut Ellison zum ersten Mal in der Geschichte den schnellsten Prozessor von IBM überholt und liegt nun bei der Verarbeitung von Java vor dem IBM P7 – ein weiterer Rekord. Als Fazit hält kein geringerer als der amerikanische Schriftsteller Ernest Hemingway her: „The Sun also rises“, sprich „Nach jedem Sonnenuntergang geht am nächsten Tag die Sonne auch wieder auf.“ Oracle hält so mit dem SPARC Supercluster für ehemalige Sun-Kunden einen Migrationspfad in die Zukunft bereit.

Gegen Ende der Keynote folgt dann doch noch eine erste Neuankündigung. Exalytics heißt das System, das den Bereich „Business Intelligence“ zur Höchstleistung bringen soll. Exalytics ist wie Exadata und Exalogic eine Kombination aus aufeinander abgestimmter Hard- und Software. Im Detail gibt es folgende Schlüssel-Komponenten:

  • 4 x 10 Core Intel Xeon CPUs
  • 1 TB DRAM
  • 5 bis 10 TB Komprimierte Daten
  • Eine TimesTen parallel In-Memory-Datenbank
  • Alternativ eine In-Memory Parallel-Version des Essbase OLAP-Servers
  • Eine Scan-Rate von 200 GB/sec
  • Analyse von relationalen, mehrdimensionalen oder unstrukturierten Daten
  • Schnelle Infiniband-Anbindung an Exadata

Dann fällt auch hier wieder das S-Wort: Exalytics ist 18 Mal schneller als eine entsprechende bisherige BI-Lösung. „Gedankenschnelle“ Analysen und „BI auf Knopfdruck“ bringen eine neue Dimension für Business-Intelligence-Anwender.

Man darf gespannt sein, welche Neuankündigungen in den kommenden Tagen noch folgen.