Am ersten Konferenztag hat zunächst der Bürgermeister von San Francisco das Wort, der die Teilnehmer in seiner Stadt willkommen heißt. Die Oracle OpenWorld findet bereits zum fünfzehnten Mal in der kalifornischen Metropole an der Pazifikküste statt.
Oracle-President Mark Hurd setzt den Reigen der Sprecher fort und zeigt den mittlerweile aus sieben Ebenen bestehenden und durch Speicher und Server ergänzten Stack auf, den Oracle mittlerweile liefert:
- Speicher
- Server
- Virtuelle Maschine
- Betriebssystem
- Datenbank
- Middleware
- Applikation
Das Ziel von Oracle besteht darin alle Ebenen optimal aufeinander abzustimmen. Dies bringt Vorteile für die Kunden, erhöht aber auch deren Abhängigkeit vom Hersteller.
Wie gut die Abstimmung innerhalb des Stacks ist, präsentiert sein Nachredner. Thomas Kurian, Exective Vice President von Oracle und verantwortlich für das Product Development, stellt die Exa*-Familie nochmals im Detail vor. Das Flaggschiff Exadata ist prädestiniert für den Betrieb umfangreicher Datenbanken und Data Warehouses. Vor zwei Monaten kam mit dem Exadata Expansion Rack eine Erweiterung hinzu, um extrem große Disks, Flash-Speicher und DRAMs zu betreiben.
Die Stärke von Exalogic ist die extrem schnelle Verarbeitung von Applikationen, die in Java, C oder C++ geschrieben sind. Das Geheimnis dabei ist der sogenannte „Exabus“, über den Applikationen direkt untereinander kommunizieren können. Auch für die schnelle Verarbeitung bei den Oracle Business Applications hält Oracle eine Kombination aus Exalogic und Exadata bereit. Angesichts der damit verbundenen extrem hohen Kosten ist es allerdings fraglich, ob eine solche Lösung auf dem Markt Akzeptanz findet.
Exalytics, das dritte Mitglied im Bunde, ist für die Verarbeitung von Business-Intelligence-Abfragen quasi in Echtzeit ausgelegt. Über die In-Memory-Datenbank Essbase können riesige Datenmengen im Cache verarbeitet werden. Die daraus resultierenden Vorteile kommen vor allen in den Bereichen „Finanzen“, „Bestellwesen“ und „Supply Chain Management“ zum Tragen.
Der neue Enterprise Manager 12c zog sich wie ein roter Faden durch die Präsentation von Thomas Kurian. Das „c“ steht für „Cloud“. Bei Exadata soll sich damit eine vollständige Cloud-Lösung für ein Unternehmen abbilden lassen. Für Exalogic bietet der Enterprise Manager eine neue Funktion „ASH-Analytics“ zum Identifizieren problematischer Komponenten. Bei Exalytics ist der EM 12c in der Lage, Service-Level-Verletzungen aufzuspüren, um diese beispielsweise durch die veränderte Vergabe von Kapazitäten zu lösen.
Die aktuellen Themen der Oracle OpenWorld werden auch im Rahmen der DOAG 2011 Konferenz ausführlich behandelt.


