BI 2012 Konferenz: „Brücke zwischen neuen Innovationsthemen und Handwerkzeug“

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Die BI 2012 Konferenz eröffnet am 18. April 2012 in München ihre Pforten und verspricht wieder einmal ein ganzheitliches Paket aus technologischen Fortschritten, praxisorientiertem Wissen und fachlichen Hintergründen – und natürlich viel Erfahrungsaustausch. Im Vorfeld der Veranstaltung hat sich DOAG Online mit Christian Weinberger, Leiter der SIG DWH & BI (Special Interest Group Data Warehouse und Business Intelligence), über die neuen Herausforderungen im dem DWH & BI-Umfeld unterhalten.

DOAG Online: Herr Weinberger, nun steht das Programm der BI Konferenz. Welche Highlights erwarten denn die Teilnehmer für die zweite Auflage dieser Konferenz?

Weinberger: Die DOAG 2012 BI will einen fundierten Einblick in das Thema Big Data geben. Dabei geht es zum einen um die Positionierung dieser jungen Technologie im Data Warehouse & Business Intelligence-Stack und zum anderen um die konkrete Herangehensweise beim Aufsetzen von Big Data-Lösungen. Als Besonderheit werden hier erstmals neben Oracle auch weitere Anbieter ihr Lösungsansätze für Big Data vorstellen und dem Konferenzteilnehmer so einen breiten Überblick ermöglichen. Neben aktuellen Themen gibt es aber wie gewohnt sehr fundierte Vorträge zu den DWH & BI-Klassikern wie zum Beispiel ETL und Modellierung. Wir wollen hier die Brücke zwischen Informationen zu neuen Innovationsthemen und Handwerkszeug für den täglichen Arbeitsalltag schlagen.

DOAG Online: Haben Sie einen persönlichen Favoriten?

Weinberger: Ich freue mich sehr auf die ganzheitliche Sicht von Oracle auf das Thema Big Data in der Keynote. Hermann Bär ist seit vielen Jahren ein sehr gefragter Referent auf vielen DOAG Konferenzen (und nicht nur dort) und verfügt über die Gabe, auch neue und strategische Themen mit "Bodenhaftung" zu präsentieren.

DOAG Online: Was sind Ihrer Meinung nach die großen Herausforderungen in dem Data Warehouse/BI-Chanel für die nächsten Jahre?

Weinberger: Wir erleben gerade mit Big Data und vor allem mit Map-Reduce-Konzepten und dem Hadoop Framework einen Innovationsschub, wie ich ihn persönlich erst selten gesehen habe. Die nächsten Jahre werden zeigen, wie gut diese Konzepte und Technologien mit den bestehenden Ansätzen integrierbar sind. Davon hängt letztlich ab, ob sie sich auf Dauer und in der Breite für Data Warehousing behaupten oder in eine Nische abgleiten werden. Langfristig stellt sich für mich die Frage, ob die von einigen Marktteilnehmern prognostizierte "Integration" des Data Warehouse in die operativen Systeme stattfinden wird. Keine Angst: Auch wenn sie kommt wird BI nicht überflüssig werden!

DOAG Online: Mobile BI, Self-Service-BI, Big Data, die Appliance-Machines aus dem Hause Oracle, In-Memory – diese Themen sind derzeit in der Presse allgegenwertig. Welchen Platz nehmen sie in das Konferenzprogramm ein?

Weinberger: Natürlich greifen wir diese Themen auf und räumen Ihnen im Konferenzprogramm ihren Platz ein. Ich glaube nicht, dass wir es hier mit Eintagsfliegen zu tun haben. Zu Big Data habe ich ja bereits viel gesagt. Mobile Endgeräte verändern gerade unsere gesamte Gesellschaft, natürlich wird das auch ihre Relevanz für BI-Lösungen nach vorne bringen. Appliances und In-Memory sind in den letzten Jahren mehr und mehr in der breiten Marktwahrnehmung angekommen und Self-Service ist ein Hebel zur effizienteren Lastverteilung zwischen IT und Fachbereichen. Gerade hier zeigt sich wieder mal, dass bestimmte Themen immer aktuell bleiben.

DOAG Online: Sie haben es bereits angesprochen: Die Technologien und Produkte im DWH und BI-Umfeld erleben eine rasante Entwicklung und die Themenvielfalt ist nicht gerade gering. Bleibt denn in dieser Konstellation genug Raum für die "Basics"?

Weinberger: Mir ist besonders wichtig, dass wir auch für die "Klassiker" ausreichend Raum reserviert haben. Für viele Konferenzteilnehmer sind die Fragenstellungen aus dem Arbeitsalltag die entscheidenden: Wie indiziere ich sinnvoll in einem Data Mart. Welche Möglichkeiten habe ich, meine ETL-Prozesse performant und trotzdem wartbar zu gestalten? Das sind die Themen, mit dem sich die Teilnehmer im Alltag beschäftigen.