Die Oracle OpenWorld für Entwickler

  • Erstellt von wta
  • Themen, Development

Bereits zwei Tage vor der OpenWorld hat Oracle ein Feuerwerk mit neuen Produkt-Versionen gezündet, darunter Oracle Forms und Reports 12c sowie ADF, WebCenter, BI und SOA. Zwischen den Vorträgen besuchen viele Teilnehmer den Demoground, um sich über die neuen Produkte zu informieren oder mitgebrachte Fragen zu stellen.

Bereits zwei Tage vor der OpenWorld hat Oracle ein Feuerwerk von neuen Produkt-Versionen gezündet, darunter Oracle Forms und Reports 12c sowie ADF, WebCenter, BI und SOA. Zwischen den Vorträgen besuchen viele Teilnehmer den Demoground, um sich über die neuen Produkte zu informieren oder mitgebrachte Fragen zu stellen.

Die neuen Releases von Forms und Reports 12c enthalten laut Oracle zahlreiche neue Features und Performance-Optimierungen.

Am zweiten Tag der Konferenz präsentieren die Entwickler Richard Olrichs und Wilfred van der Deijl, wie ADF-Oberflächen mit Selenium getestet werden können. Interessant ist, wie alle diese Techniken und Tools den Gedanken der Automatisierung des Entwicklungsprozesses (Continuous Integration) unterstützen.

In der folgenden Session stellen Xamarin und Oracle ihre Zusammenarbeit im Bereich der Mobilität vor. Xamarin bietet ein Plattform-übergreifendes Framework zur Entwicklung von mobilen Apps und eine Test Cloud für die Apps mit mehr als 1.900 verschiedenen Geräten an. In der Kooperation mit Oracle stellt Xamarin ein SDK bereit, um die Kommunikation mit dem Oracle Mobile Cloud Service (OMCS) zu unterstützen. Die Entwicklung der Apps erfolgt vor allem mit C#, aber es wird zukünftig auch die Möglichkeit einer Plattform-übergreifenden Entwicklung auf Basis von Java geben.

Inzwischen haben sich auch die wichtigsten Neuerungen von Oracle Forms 12c herumgesprochen. Besonders interessant ist sicher die native Integration des BI Publisher in Forms und damit die Möglichkeit, aus einer Form BI-Publisher-Berichte ohne eine aufwändige Programmierung aufzurufen. Für die Ausführung der Forms werden vier verschiedene Optionen angeboten, sodass es keine zwingende Abhängigkeit mehr vom Browser gibt.

Update: In einer „Meet the Experts“-Session am Dienstag werden verschiedene Entwicklungstechnologien der Oracle Middleware gegenübergestellt: Application Development Framework (ADF), Jet, Mobile Application Framework (MAF), Mobile Application Accelerator (MAX) und Application Builder Cloud Service (ABCS). In der anschließenden Diskussion gibt es einige interessante Aussagen: Jet wird nur die jeweils aktuelle Version der Browser unterstützen und soll unter einer Open-Source-Lizenz weiterentwickelt werden. MAX und ABCS werden langfristig in einem Tool zusammengeführt. Der Anwender entscheidet dann, ob die Applikation im Web oder auf einem mobilen Endgerät laufen soll.

Update 2: John Brock stellt in einer gut besuchten Session das neue JavaScript-Framework „Oracle Jet“ (JavaScript Extension Toolkit) vor. Es ist modular aufgebaut und bindet verschiedene JavaScript-Bibliotheken (wie knockout.js, Hammer, jQuery) ein. Das Framework steht ab sofort für Testzwecke zum Download bereit. Die Nutzung in einer Produktionsumgebung ist zunächst nur für Kunden mit folgenden Cloud-Services möglich:

  • Mobile Cloud Service
  • Developer Cloud Service
  • Java Cloud Service
  • Application Builder Cloud Service

Für das nächste Jahr ist geplant, Oracle Jet allgemein verfügbar zu machen und unter eine Open-Source-Lizenz zu stellen. Die Entwicklung von Jet-Anwendungen ist mit jedem beliebigen Editor möglich. Für die neue Version von NetBeans existiert es ein spezielles Plug-in für Jet.

Die neue Version des Oracle Application Development Frameworks (ADF) 12.2.1.0.0 bringt eine Reihe neuer Funktionalitäten mit. Einige davon sind:

  • ADF Business Components können als REST-Services bereitgestellt werden. Die Möglichkeiten der Nutzung von REST-Services wurden erweitert.
  • ADF Faces bietet verschiedene Funktionen, um ein responsive Layout für verschiedene Geräteklassen (Desktop, Tablet, Smartphone) zu erstellen.

Update 3: In einem Vortrag am Donnerstag werden die neuen Features des Mobile Application Frameworks in den Versionen 2.2.0 und 2.3.0 vorgestellt. In MAF 2.2.0 wurde eine deutliche Verbesserung der Performance erreicht und die Unterstützung des Back Button für Android hinzugefügt. In MAF 2.3.0 soll mit Windows 10 eine dritte unterstützte Plattform hinzukommen. Außerdem wird es die Möglichkeit geben, die Daten auf deklarative Weise auf dem Mobilgerät im Cache zu speichern. 

In Zusammenarbeit mit Dr. Jürgen Menge von Oracle Deutschland