Oracle hat auf der OpenWorld eine neue Komplettfamilie an SPARC-Systemen basierend auf dem 32-Core, 256-Thread SPARC-M-Mikroprozessor präsentiert. Das System umfasst „Security in Silicon“ für innovative Intrusion Detection und Verschlüsselung sowie „SQL in Silicon“ für enorme Datenbank-Effizienz und starke Leistung für Unternehmens-, Big-Data- und Cloud-Anwendungen. Super-Cluster-M7- und SPARC-M7-basierte Server sind ab sofort verfügbar. Die Hardware wird ergänzt um das neue Betriebssystem Solaris 11.3.
Der neue SPARC-M7-Prozessor bildet die Basis der neuen SPARC-M7-Systeme, die von 32 bis 512 Cores, von 256 bis 4.096 Threads und bis zu 8 TB an Memory enthalten können. Bei dem SPARC-M7-Chip handelt es sich um einen 4,1 GHz 32-Core/256-Thread-Prozessor. Sein ausgeglichenes Hochleistungsdesign, insbesondere im Hinblick auf Memory, I/O und Skalierbarkeit, eignet ihn für anspruchsvollste Aufgaben.
Die Systeme mit dem neuen SPARC-M7-Prozessoren (Oracle SuperCluster M7 Engineered System, SPARC T7 und M7 Server) lassen sich nahtlos in vorhandene Infrastrukturen integrieren. Alle bestehenden Anwendungen laufen ohne Änderungen auf den neuen Systemen mit deutlichen Verbesserungen in puncto Sicherheit, Effizienz und Leistung. Die neuen SPARC-M7-Systeme kommen mit zwei neuen Erweiterungen im System-Design.
„Silicon Secured Memory“ ermöglicht es erstmals, den Datenzugriff in Echtzeit zu kontrollieren. Das schützt gegen bösartiges Eindringen und schädlichen Programmcode im laufenden Betrieb und erhöht damit die Sicherheit und Zuverlässigkeit.
„Silicon Secured Memory“-Protection wird von der Oracle-Datenbank 12c standardmäßig verwendet und kann für bestehende Anwendungen schnell und leicht aktiviert werden. Für die Anpassung an individuelle Anforderungen wird Oracle APIs zur Verfügung stellen.
„Hardware-Assisted Encryption“ ist in alle 32 Kerne eingebaut. Diese Art der Verschlüsselung verlangt keine Kompromisse und führt zu keinen Leistungseinbußen, auch wenn die Anwendungen mit umfangreichen Schlüsseln wie AES, DES, SHA etc. kombiniert werden.
Alle 32 Kerne sind von Co-Prozessoren unterstützt, die wichtige Datenfunktionen übernehmen und beschleunigen. Dieses als „SQL in Silicon“ bezeichnete Feature erhöht die Effizienz und Leistung von Datenbank-Anwendungen stark. Zu den wichtigen Funktionen, die durch diese neuen Co-Prozessoren beschleunigt werden, zählen: Memory De-Compression, Memory Scan, Range Scan, Filtering und Join Assist. Mit der Übernahme dieser Aufgaben durch die Co-Prozessoren wird die Effizienz jedes CPU-Kerns deutlich erhöht, die Speichernutzung reduziert und die Abfrageleistung bei Datenbanken um den Faktor „10“ erhöht. Die In-Memory Option unterstützt „SQL in Silicon“ bereits in der aktuellen Version. Außerdem wird diese Funktion fortgeschrittenen Programmierern zugänglich gemacht, um die nächste Generation von Big-Data-Analyse-Plattformen zu entwickeln.
Das neue Solaris 11.3
Die von Oracle gleichzeitig vorgestellte neue Version Solaris 11.3 ist das am weitesten entwickelte Betriebssystem für Unternehmen und wartet mit verbesserter Sicherheit, Virtualisierung und Cloud Management auf. Markus Flierl, Vice President Oracle Solaris Core Technology, sagt: „Mit Oracle Solaris 11.3 bieten wir eine sichere Cloud-Plattform an. Zusätzlich zu den einzigartigen Sicherheitsfunktionen, wie unveränderlicher Virtualisierung und zeitgesteuerter Zugriffskontrolle, nutzen wir „Silicon Secured Memory“ von SPARC M7, um gewöhnliche Angriffe auf die Sicherheit, wie Buffer Overread oder Buffer Overwrite zu verhindern. Mit der Übernahme von Verschlüsselungsaufgaben durch die Hardware ist Verschlüsselung nun auch für Daten- und Netzwerk-Verkehr machbar, genauso wie die Live Migration über eine Vielzahl von Verschlüsselungsmethoden.“


