Aus den parallelen Tracks mit Vorträgen zu Strategien, Lösungen und Produkten, bewährten Best Practice-Lösungen und richtungsweisenden Keynotes konnten die Besucher ihren spezifischen Informationsbedarf befriedigen. Während der erste Tag der Konferenz eher übergreifenden Strategie- und Business-Themen gewidmet war, lieferte der zweite Konferenztag konkrete Lösungsansätze zu den jeweiligen Software-Lösungen aus dem Hause Oracle. Am dritten Tag wurden Workshops für dedizierte Zielgruppen angeboten.
"Dass die Teilnehmerzahlen der DOAG 2012 Applications gegenüber dem Vorjahr noch einmal gesteigert werden konnten, unterstreicht die Wichtigkeit einer solchen Veranstaltung im deutschsprachigen Raum“, betont Dr. Frank Schönthaler, Leiter der Business Solutions Community bei der DOAG. „Gerade die positiven Stimmen der ‚echten‘ Applikationskunden zeigen, welchen Beitrag die Konferenz in puncto Weiterbildung und Networking leisten kann.“
Trotz guter Bilanz sehen die Organisatoren durchaus noch Verbesserungspotential, besonders im Hinblick auf die Einbeziehung der Endanwender. „Als Wermutstropfen sehen wir das nach wie vor große Potenzial von Anwendern, die das Konferenzangebot nicht wahrgenommen haben“, schlussfolgert Schönthaler. Die Verantwortlichen hätten sich deshalb vorgenommen, den Nutzen des Konferenzbesuchs für die Anwendungskunden im nächsten Jahr noch einmal deutlich zu erhöhen, sei es durch die bessere Fokussierung des Vortragsprogramms oder durch die Optimierung der Veranstaltungslokation im Hinblick auf die Networking-Bedürfnisse der Besucher.
Die Anliegen der Oracle-Anwender waren auch Thema der Podiumsdiskussion am zweiten Konferenztag. Gegenüber Michael Schimmel, Applications Lead bei Oracle Deutschland, kritisierte Schönthaler als Vertreter der Oracle-Partner die Lizenzpolitik von Oracle: Seiner Auffassung nach seien die Lizenzen für die Applications Software-Produkte in Ordnung, andererseits reichten die mitgelieferten Restricted Use-Lizenzen in konkreten Kundenprojekten zumeist nicht aus, so dass regelmäßig Middleware und Datenbank zusätzlich „full use“ lizenziert werden müssten. Dies führe im Vergleich zu Marktbegleitern zu Wettbewerbsnachteilen.
Zentrales Thema der Podiumsdiskussion, die von Sven Tissot von pdv TAS GmbH moderiert wurde, war die Entwicklung des deutschsprachigen Applications-Markts. Es wurde noch einmal deutlich, dass Oracle im deutschsprachigen Raum seinen Bekanntheitsgrad als Business Software-Anbieter deutlich steigern muss, um Marktanteile hinzuzugewinnen. „In Deutschland ist Oracle für viele ausschließlich ein Datenbankhersteller. Die Diskussion hat gezeigt, dass Oracle in punkto Applications dringend mehr in Marketing und Kommunikation investieren muss, um der zu geringen Sichtbarkeit im Markt entgegenzuwirken“, betont Saacke. Diese Ansicht teilten sowohl Professor Gronau von der Universität Potsdam als auch Jürgen Wolf von Hofmeister & Meincke GmbH & Co., der als Vertreter des Mittelstands an der Podiumsdiskussion teilnahm.
Neben dem Vortragsprogramm boten moderne Networking-Elemente viel Raum für den persönlichen Austausch. „Der Erfahrungsaustausch unter den Teilnehmern stand in diesem Jahr ganz klar im Mittelpunkt. Es ist erfreulich zu beobachten, dass diese Möglichkeit in Anspruch genommen wird. So stellt sich die DOAG ihre Rolle als Vermittler vor“, sagte Dr. Dietmar Neugebauer, Vorstandsvorsitzender der DOAG. Auch auf der begleitenden Ausstellung kamen die individuellen Gespräche nicht zu kurz. Als Top-Marktplatz für Services und Produkte rund um Oracle Applications sorgte die großzügig ausgerichtete Ausstellung für Markttransparenz.

