Immer noch im Home Office sitzend, erreichte mich vor ein paar Wochen die tolle Nachricht: Willkommen als ACE! Endlich, nach sechs Jahren als ACE Associate nun endlich doch noch ohne das Associate.
Worum geht es? Sicher, die Leser dieser Zeilen haben schon von diesem geheimen Bund der sogenannten Oracle-Experten gehört. Gerne und immer öfter wird mit dem ACE-Titel der Referenten Werbung bei Konferenzen gemacht, denn es soll wohl zeigen: Das sind die Experten! Selbst in manchen Stellenausschreibungen oder Projektanfragen ist inzwischen diese Qualifikation zu lesen.
Wenn sich jemand allerdings die Mühe machen würde, einmal hinter die Kulissen dieses von Oracle selbst aufgelegten Programms zu blicken, dann würde ihm schnell klar werden, dass es nicht zwangsläufig lauter Top-Experten sein müssen. Man muss eben nur die von Oracle geforderten Bedingungen erfüllen.
Sicher, ich kann nicht über die Profession von anderen urteilen, aber über meine schon. Aber wieso war ich überhaupt in das Programm hineingekommen? Nun ja, zum einen hat mich jemand vorgeschlagen, welcher im Haus Oracle (Headquarter) kein Unbekannter war und zum anderen war ich schon längere Zeit als DOAG-Aktiver unterwegs. Nach meiner Qualifikation oder meinen Kenntnissen hat mich keiner gefragt. Da ich aber weder Bücher noch Internetblogs geschrieben habe, hat es eben nur zum ACE Associate gereicht. Gefreut habe ich mich trotzdem, denn zu den Stammtischen war ich ab jetzt eingeladen und natürlich in entsprechenden E-Mail-Verteilern.
Natürlich habe auch ich mein XING-Profil entsprechend aufgehübscht. Klar versuchte ich das Associate selbst los zu bekommen, indem ich an einem harten Punkte-Programm jährlich versuchte, Boden gut zu machen, um ins nächste Level zu kommen – ohne Erfolg. Da ich aber immer noch keinen Blog hatte und kein Interesse bei ausländischen Konferenzen Vorträge zu halten – worüber auch, bei meinem Wissensstand – bin ich Associate geblieben. Bis eben zu diesem Tag im Home Office – einfach mal so ein Level weiter. Die Frage ist nun, ob ich diesen halten kann und will – der ACE Director ist eh in weiter Ferne.
Ganz gleich, wie die Zeilen nun rüber kommen. Ein dickes Dankeschön geht an Jennifer Nicholson von Oracle, die bis zum Sommer das Programm vorbildlich geleitet hat. Inzwischen hat es nun Scott Burnell übernommen, die Fußstapfen sind sehr groß und das Programm erlebt gerade einen Relaunch.
Ach – noch was aus dem privaten Umfeld: Natürlich bin ich gleich zu meiner Frau gerannt, weil ich mich eben wirklich gefreut habe, aber sie schaute mich nur an und meinte: "Schatz, für mich warst Du schon immer ein Ass!"
Links:
https://developer.oracle.com/ace/
https://www.doag.org/de/home/news/der-weg-zum-oracle-ace-director
Oliver Pyka, freiberuflicher Oracle DBA, Regionaler Repräsentant Würzburg, Stellv. DBC-Leitung.


