Influencer-Marketing hat sich von einer Nischendisziplin zu einem festen Bestandteil moderner Kommunikation entwickelt. Doch erfolgreiche Kampagnen entstehen längst nicht mehr aus dem Bauchgefühl heraus.
Mehr als Likes und Follower
Wer Influencer-Marketing auf Reichweite reduziert, greift zu kurz. Genau das macht Eva-Maria Hänel in der aktuellen DOAG VOICES People-Folge deutlich. Als Geschäftsführerin von Reachbird begleitet sie Unternehmen bei der Planung und Umsetzung datenbasierter Creator-Kampagnen.
Dabei spielen Kennzahlen eine zentrale Rolle: Zielgruppenanalysen, Engagement-Raten und Community-Strukturen helfen dabei, passende Creator für bestimmte Marken und Themen zu identifizieren. Doch Zahlen allein reichen nicht aus.
“Am Ende ist es eine gute Mischung”, erklärt Hänel. Neben Daten zählen auch Erfahrung, Branchenkenntnis und die Qualität früherer Kooperationen.
KI als Beschleuniger, nicht als Ersatz
Künstliche Intelligenz verändert auch das Influencer-Marketing. Bei Reachbird unterstützt sie bereits heute bei der Suche nach geeigneten Profilen und der Analyse großer Datenmengen. Dadurch lassen sich Kampagnen deutlich schneller planen und bewerten.
Dennoch sieht Hänel die Technologie aktuell eher als Werkzeug denn als Ersatz für menschliche Kreativität. Zwar existieren bereits virtuelle Influencer und KI-generierte Inhalte, doch authentische Kommunikation bleibt für viele Communities ein entscheidender Faktor.
Gerade im Marketing zeigt sich damit ein Muster, das viele Branchen derzeit erleben: KI übernimmt Routineaufgaben und Analyseprozesse, während strategische Entscheidungen weiterhin von Menschen getroffen werden.
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Social Media lebt vom Dialog
Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs ist die Frage, wie Unternehmen ihre Sichtbarkeit verbessern können. Für Hänel liegt die Antwort nicht allein in mehr Content, sondern vor allem in aktiver Beteiligung.
Wer soziale Netzwerke lediglich als Werbekanal betrachtet, verschenkt Potenzial. Erfolgreiche Marken beteiligen sich an Diskussionen, reagieren auf Entwicklungen in ihrer Branche und bauen langfristige Beziehungen zu ihren Communities auf.
Besonders interessant ist dabei die Rolle von Corporate Influencern. Beiträge von Mitarbeitenden erzielen häufig mehr Glaubwürdigkeit und Resonanz als klassische Unternehmenskommunikation.
Sichtbarkeit entsteht durch Relevanz
Die Episode zeigt eindrucksvoll, wie stark sich Kommunikation verändert hat. Reichweite allein genügt nicht mehr. Entscheidend sind Vertrauen, Relevanz und die Fähigkeit, mit Menschen auf Augenhöhe zu kommunizieren.
Für Unternehmen, Verbände und Communities bedeutet das: Wer sichtbar bleiben möchte, muss aktiv am Dialog teilnehmen. Technologie und KI können dabei unterstützen – Glaubwürdigkeit entsteht jedoch weiterhin durch Menschen.
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Fünf Editionen, viele Perspektiven
DOAG VOICES erscheint mit wechselnden Hosts und Schwerpunkten, die das breite Spektrum der DOAG-Community abbilden:
- DOAG VOICES People – Ein Mensch im Fokus
Persönliche Geschichten, die zeigen, was hinter Fachwissen steckt.
- DOAG VOICES FutureAI – KI im Hier und Morgen
Gespräche über Künstliche Intelligenz, Ethik und Zukunftsvisionen.
- DOAG VOICES DataWorld – Von Analytics und Solutions
Von Data Lakes über Analytics bis zu intelligenten Architekturen.
- DOAG VOICES CloudTalk – 100 % Cloud-Computing
Wie Cloud-Technologien Unternehmen sowie Entwicklerinnen und Entwickler verändern.
- DOAG VOICES DevLand – The Next Generation Of Development
Moderne Softwareentwicklung zwischen Wandel und multiplen Perspektiven.
DOAG VOICES – einzigartige Stimmen aus der Welt der IT. Folge 37 mit Dave König, Benedikt Backhaus, Christian Reineke und Jan Pfrommer erscheint am Dienstag, 9. Juni 2026.

