Erfolgreiche App-Entwickler nutzen mehr Tools

  • Erstellt von DOAG Online
  • Development, Mobile

Wer seine Brötchen mit der Entwicklung mobiler Applikationen verdient, nutzt mehr Tools und arbeitet für Unternehmen. Ergebnissen der neuen Studie "Vision Mobile" zufolge starten Firmen mit ihrer mobilen Strategie gerade durch.

Laut der neuesten Studie des Branchendienstes "Vision Mobile" existiert ein Zusammenhang zwischen Erfolg und Nutzung von Entwickler-Tools. Je mehr Tools und Services ein Entwickler nutze, desto mehr Umsatz generiere er, schreiben die Analysten im "Developer Economics – State of the Developer Nation Q3/2014". Neben diversen Entwickler-Frameworks, Analytics und Monitoring-Tools seien auch Cloud-basierte Entwickler-Werkzeuge ein Kriterium für einen besseren Umsatz. Lediglich die als Geld-Bringer empfundene Ad Networks hätten Angaben der Umfrage zufolge keinen Einfluss auf die Höhe des Umsatzes, der durch Apps generiert wird.

In Sachen Betriebssystem scheint sich der Wettlauf um die Marktanteile zu lokalisieren: Während iOS und Android in Europa, Israel, Nordamerika und Russland sich immer noch ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern, hat das Google-Betriebssystem in Südamerika und Asien einen klaren Vorsprung. Im Nahen Osten und Afrika nutzen sogar 62 % der Entwickler Android gegenüber 22 % bei iOS. Lediglich in Ozeanien liegt Apple mit 43 % gegenüber 26 % bei seinen Hauptkonkurrenten weit vorne.

Global gesehen sind die Alternativen zu den zwei Riesen interessant: Im Vergleich zum vergangenen Jahr erzielt die Microsoft-Plattform eine Steigerung von sieben Punkten auf 28 %. Windows 8 bleibt mit 18 % hinterher. Zum ersten Mal haben die Analytiker auch die Marktbedeutung von mobilen Browsern erfragt. Diese liegt derzeit bei 15 %, vor dem Blackberry 10, (11 %)

Webbrowser wird kaum als Zielplattform gesehen

Was die allgemeine Nutzung von Programmiersprachen im mobilen Bereich anbelangt, so sind HTML5, CCS3 und JavaScript ganz vorne (42%). Allerdings werden diese Technologien nur von 17 % der befragten Entwickler als Haupt-Technologien für die Entwicklung von mobilen Applikationen genutzt. Das bedeutet wiederum, dass 25 % HTML, CSS und JavaScript Unterstützung für Teile ihrer Applikationen nutzen. Als Hauptsprache gilt weltweit Java mit 26 % gefolgt von Objective-C mit 17 %.

mobile Unternehmens-Applikationen haben Zukunft

Aufgrund der Unmengen an Applikationen in den App-Märkten ist die Chance, im B2C-Breich mit mobilen Applikationen Geld zu verdienen, sehr gering. Trotzdem versuchen 67 % der Entwickler ihr Glück beim Endverbraucher. Unternehmens-Apps sind indes eine sichere Geldquelle, obwohl die meisten Firmen gerade erst mit einer mobilen Strategie durchstarten.

Diese konzentrieren sich offensichtlich eher auf die iOS-Plattform. Interessanterweise stimmt dies nicht mit dem Fokus der Unternehmensentwickler überein. 74 % programmieren für die Android-Plattform gegenüber 64 % für iOS). Auch die Nutzung des mobilen Browsers ist interessant: 23 % der Unternehmensentwickler haben ihn im Visier. Microsoft und Blackberry indes, die traditionell einen Fuß im Unternehmen hatten, scheinen sich auf dem mobilen Markt nicht durchsetzen zu können.