Hallo Martin, du kommst dieses Jahr erneut zu unserer großen Anwenderkonferenz nach Nürnberg. Was schätzt du an der Konferenz + Ausstellung?
Also, zum Ersten ist da der Aspekt, dass ich schon viele Jahre nach Nürnberg komme – das ist irgendwie ein fester Termin in meinem Kalender. Außerdem ist es immer schön, Freunde zu treffen, die ich aufgrund der räumlichen Distanz sonst nicht sehen kann. Und das Beste ist: Man lernt immer wieder neue Menschen kennen, die mit der gleichen Faszination auf Technologie schauen wie man selbst.
Welche Themen präsentierst du den Besucherinnen und Besuchern dieses Jahr?
Als ich zu Oracle gewechselt bin, habe ich mir vorgenommen, mehr dafür zu tun, die Datenbank auch für Entwickler zugänglicher zu machen. Dieses Jahr bilden Sonja Meyer und ich ein äußerst schlagkräftiges Duo in dieser Hinsicht. Wir haben uns gemeinsam überlegt, wie man das Thema moderne Softwareentwicklung und Low-Code verbinden kann, und haben – wie ich meine – drei sehr interessante Vorträge dazu vorbereitet. Diese drehen sich um APEX, was Sonjas Spezialgebiet ist, und JavaScript, womit ich mich gut auskenne. Dazu kombinieren wir das Ganze mit DevOps, CI/CD und KI, weil es Spaß macht und wissenswert ist und wir beide viel auf diesen Gebieten machen.
Was erwarten Du Neues in Sachen Technologie zu erfahren?
Da ich mich seit ein paar Jahren auf der Herstellerseite bewege, ist es mir sehr wichtig, Feedback zu Oracle-Produkten und -Tools zu bekommen. Wer nutzt SQLcl? Wer macht CI/CD mit der Datenbank? Wer möchte gerne neue Features kennenlernen, die mit jedem Quartal in der Datenbank erscheinen? Nutzt ihr Container? Alles Feedback ist willkommen und ich freue mich auf einen regen Austausch.
Warum kannst Du Neulingen oder noch Unentschlossenen empfehlen, die Anwenderkonferenz auch in diesem Jahr zu besuchen? Mit welchen Argumenten könnte man seinen Chef überzeugen?
Also, für mich stand nie zur Frage, nicht auf Konferenzen zu sein – schon seit ich meine Karriere in der IT gestartet habe. In Vorträgen erfährt man in konzentrierter Form, wie ein Feature oder eine Technologie funktioniert, ohne dass man selbst das Handbuch studieren muss. Klar kann man KI nutzen, um eine Zusammenfassung zu einem Thema zu bekommen, aber ich finde den menschlichen Aspekt sehr wichtig. Erfahrung wiegt mehr als eine Zusammenfassung von Dokumentation und die meisten Vortragenden sind mehr als glücklich, wenn man Fragen zu ihrem Thema hat.
Besuchst du auch Sessions der KI Navigator und der Low-Code Creator? Welche Sessions besuchst du nach deinen Vorträgen? Schon Pläne?
Ich denke, ich werde auf der KI Navigator reinschnuppern, aber mein hauptsächliches Augenmerk liegt auf den anderen beiden Bereichen. Dort halte ich Vorträge und freue mich auf den Austausch mit der Community. Als Oracle-Mitarbeiter ist es oft im Voraus schwierig zu sagen, "ich gehe in folgende Sessions", allein schon deshalb, weil ich den Austausch mit der Community aktiv suche. Dann kann es sein, dass es mir wichtiger ist, Feedback einzusammeln, als in den nächsten Vortrag zu gehen. Das ist natürlich keine Wertung des Vortrags, den ich dann nicht besuchen kann! Da mein Aufgabengebiet JavaScript, Development allgemein, DevOps etc. betrifft, werde ich versuchen, Vorträge zu diesen Themen zu besuchen.
Erinnerst du dich noch an deine erste Konferenz-Teilnahme? Wie oft warst du schon dabei? Besondere Erlebnisse?
Oh, da müsste ich mal meine Badges zählen, um zu wissen, wie oft ich schon in Nürnberg war.🙂 Aber Spaß beiseite, ich erinnere mich an meine erste DOAG-Konferenz 2013 (vorher habe ich in England gelebt und dort die UKOUG aktiv unterstützt). In dem Jahr habe ich bei Enkitec in Europa angefangen und es war echt aufregend, in Nürnberg zu sein. Damals habe ich über Cross-Platform Transportable Tablespaces referiert, was wir damals oft für big endian- zu little endian-Migrationen auf Exadata verwendet haben. Ich war echt nervös damals.
Ist die große DOAG-Konferenz so etwas wie ein Klassentreffen mit vielen bekannten Gesichtern für dich?
Als Klassentreffen würde ich die DOAG nicht bezeichnen, dafür hat sie zu viele Facetten für mich. Wenn ich mich recht entsinne, ist die DOAG eine der größten Oracle-Konferenzen in Europa und daher ist sie ein gutes Event, um neue Dinge zu lernen und neue Menschen zu treffen. Die Tatsache, dass ich viele schon kenne ist da natürlich ein Bonuspunkt, aber genauso sind alle herzlich willkommen, die zum ersten Mal dort sind. Es ist leicht, ins Gespräch zu kommen und ein wenig Erfahrung auszutauschen, egal ob man schon mehr als 10-mal dort war oder zum ersten Mal.
Martin Bach ist mit fünf Sessions auf der DOAG 2025 Konferenz + Ausstellung vertreten:
APEX mit AI, Oracle 23ai und Code Assist: KI für datenbankgestützte Anwendungen (mit Sonja Meyer)
Ohne Git kein DevOps, ohne DevOps keine moderne Softwareentwicklung
Dafür habe ich keine Zeit, lass uns das automatisieren
APEX im Git, Klartext im Code – CI/CD mit APEXLang und ein Hauch Intelligenz (mit Sonja Meyer)
APEX, MLE und EXIF – Wahre Bilder, echter Code: JavaScript-Magie mit 23ai (mit Sonja Meyer)
Fünf weitere Interviews aus unserer Serie:
Die Anwenderkonferenz
📍DOAG 2025 Konferenz + Ausstellung | Nürnberg Convention Center
📅 18.–21. November 2025
🔗 Agenda


