Denn das Thema ist in vielen IT-Abteilungen Gesprächsthema und Aufreger. Beim aktuellen Konflikt geht es um die Java-Technologie, die für die Funktion zahlreicher Onlineanwendungen von zentraler Bedeutung ist.
Dem Softwarehersteller wird immer wieder vorgeworfen, Kunden in sein neues Lizenzmodell zu drängen. Dieses soll zwar die Berechnung der Gebühren deutlich vereinfachen, führt aber für die meisten Kunden zu spürbaren Kostensteigerungen.
Auch wenn regelmäßige Preissteigerungen bei Softwareherstellern und Cloud-Dienstleistern üblich sind, sind sie bei der Java-Technologie besonders ärgerlich, da die Preiserhöhung hier sozusagen durch die Hintertür kommt, wie wir bereits im Juli berichteten.
Oracle hatte den Dienst "Java SE Universal Subscription" Anfang Januar als „Reaktion auf Kundenfeedback“ eingeführt, wie der Konzern gegenüber dem Handelsblatt erklärte. Es handle sich um ein "einfaches und kostengünstiges Abonnement".
Einfach, aber teuer
Einfach mag das neue Procedere sein, kostengünstig aber nur bedingt.
Wie das Handelsblatt berichtet, müssen Unternehmen bislang die Nutzung aufwendig erheben, die neue Regelung hingegen nimmt die Zahl aller internen und externen Mitarbeiter als Berechnungsgrundlage.
Einen Preisanstieg rechnet Michael Paege, Leiter des DOAG Competence Center Lizenzfragen, dem Magazin an einem Beispiel vor: Ein Unternehmen mit 3.000 Mitarbeitern sowie 200 Beratern und Zeitarbeitern, das 220 Lizenzen benötigt, zahle nach dem alten Modell rund 20.500 Euro im Jahr, nach dem neuen hingegen 375.000 Euro. "Ein fiktives, aber nicht weltfremdes Beispiel", so Paege.
Alternative Open-Source
Als Alternative kämen allerdings auch andere Softwarehersteller infrage, die günstigere oder teils sogar kostenlose Versionen anbieten, da Java weiterhin auf dem Open-Source-Modell basiere.


