JavaOne 2013: Java macht wieder richtig Spaß

  • Erstellt von wta
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Es gibt keine großen Neuigkeiten bezüglich Java – dafür ist der Java-Prozess zu transparent. Die kommenden Features sind deshalb bereits weitgehend bekannt. Dennoch tut sich einiges, um die Sprache einfacher, performanter und attraktiver für die kommenden Jahrzehnte zu machen.

Es gibt keine großen Neuigkeiten bezüglich Java – dafür ist der Java-Prozess zu transparent. Die kommenden Features sind deshalb bereits weitgehend bekannt. Dennoch tut sich einiges, um die Sprache einfacher, performanter und attraktiver für die kommenden Jahrzehnte zu machen.

JavaOneDer Slogan aus dem letzten Jahr ist geblieben: „Make the Future Java“. Peter Utzschneider, Oracle Vice President, Java Product Management, sieht darin die Herausforderungen, die die Industrie mithilfe von Java gemeistert hat, um Innovationen hervorzubringen. Er zählt zu Beginn seiner Keynote erstmal eine Reihe von Superlativen auf: Neun Millionen Entwickler sorgen weltweit dafür, dass Java auf allen Blu-ray Disc Playern, auf drei Milliarden Mobiltelefonen, auf 97 Prozent aller PCs in den Unternehmen sowie auf 125 Millionen Fernsehgeräten läuft. Java ist damit die attraktivste Software-Plattform.

Eine der größten Herausforderungen der kommenden Jahre ist die Gestaltung des „Internet der Dinge“, bei dem es darum geht, dass zunehmend in unserem Leben intelligente Gegenstände verwendet werden, die nütztliche Informationen sammeln, aggregieren und letztendlich unser Leben erleichtern. Oracle hat dafür ein Programm namens „Oracle Java Platform Integrator“ aufgesetzt, damit alle Hardware-Hersteller in der Lage sind, Java schnell und unkompliziert auf ihre Plattform zu integrieren. Weitere bedeutende Aufgaben sind die Bereiche „Big Data“ und „Cloud“.

Peter Utzschneider ging anschließend nochmals die Fakten durch, die ebenfalls im März 2014 mit Java SE8 zu erwarten sind. An oberster Stelle stehen die Lambda-Expressions, die mit einer neuen Syntax Java-Code besser lesbar und wartbar machen sowie durch Parallel-Ausführung eine bessere Performance bringen. Das Projekt „Nashorn“ ist eine neue hochperformante JavaScript-Engine. Unter den rund 50 neuen Features von Java SE8 ist noch die Date&Time-API hervorzuheben.

Eine Demo zeigt eindrucksvoll, wie heute schon alle Varianten von Client-Technologien (HTML5, JavaFX 8 3D und Java ME8) erfolgreich mit Java EE 7 zusammenarbeiten.

Auch das erst kürzlich vorgestellte Java EE kam nochmals zur Sprache, vorgetragen von Cameron Purdy, Oracle Vice President, Cloud Application Foundation. Er stellte das schon fast in Vergessenheit geratene Projekt „Avatar“ vor, das die Nutzung von JavaScript in HTML5-Anwendungen sowohl auf dem Client als auch auf dem Server wesentlich vereinfachen wird.

Mark Reinhold, Oracle Chefarchitekt der Java Platform Group, zeigte zum Abschluss nochmals auf, wie sich das gesamte Java-Biotop wieder zu einer einheitlichen Plattform entwickelt – getreu dem ursprünglichen Motto „write once, run anywhere“ oder wie es der Java-Erfinder James Gosling einst nannte „The Feel of Java“.