Erstmals tritt der EMEA-Chef – noch vor der Keynote von Larry Ellison – gleich zu Beginn der Oracle OpenWorld vor die Presse. Angesprochen auf die Dominanz von SAP bei den Business-Lösungen sieht er die Wachstumsraten von Oracle hauptsächlich bei den neuen Technologien wie der Cloud. Er bleibt allerdings die Antwort schuldig, wie er die Business-Applications insbesondere in Deutschland vermarkten will. Aus Sicht der DOAG sind entsprechend nachhaltige Marketing-Maßnahmen in dieser Richtung nicht erkennbar. Für die meisten Kunden ist Oracle hier immer noch ein reines Technologie-Unternehmen.
Im weiteren Verlauf der Pressekonferenz schwärmt er von den enormen Wachstumsraten in Afrika, wo er 400 neue Mitarbeiter für den gesamten Kontinent einstellen will. So entsteht etwas der Eindruck, dass der Schwerpunkt der Investitionen auf Afrika liegt. Konkrete Pläne für Europa nannte er keine.
Cloud Computing und Big Data sind für Oracle die großen Treiber in den kommenden Jahren. Für Unternehmen, die im Zusammenhang mit dem kürzlichen Datenabhör-Skandal ihre Cloud-Daten nur noch in Europa gespeichert haben wollen, hat Oracle in Schottland und in den Niederlanden neue Data-Center aufgebaut.
Abschließend gibt Loïc le Guisquet noch einige Zahlen für die EMEA-Region bekannt (11 Mrd. Umsatz im Jahr 2013, 23.349 Mitarbeiter) und forderte dann die Teilnehmer auf, Oracle viel Glück bei der Verteidigung des America´s Cup zu wünschen.


