JavaOne 2015: Java ist weiter auf einem guten Kurs

  • Erstellt von wta
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Die Keynote der JavaOne in San Francisco steht unter dem Motto „20 Jahre Java“ und greift technologische Meilensteine der Java-Zeitgeschichte auf. Ohne große Überraschungen werden die Roadmaps für Java SE, Java ME und Java EE aufgezeigt und planmäßig die gesteckten Technologie-Ziele eingehalten. Eines der größten Highlights kommt eher nur am Rande zur Sprache: Der WebLogic Server 12.2.1 steht als Java-EE-7-Implementierung ab sofort zum Download bereit.

Die Keynote der JavaOne in San Francisco steht unter dem Motto „20 Jahre Java“ und greift technologische Meilensteine der Java-Zeitgeschichte auf. Ohne große Überraschungen werden die Roadmaps für Java SE, Java ME und Java EE aufgezeigt und planmäßig die gesteckten Technologie-Ziele eingehalten. Eines der größten Highlights kommt eher nur am Rande zur Sprache: Der WebLogic Server 12.2.1 steht als Java-EE-7-Implementierung ab sofort zum Download bereit.

Georges Saab, Oracle Vice President für die Java Platform Group, startet den Reigen der Keynote-Speaker mit einem Blick auf Java SE. Beim OpenJDK gibt es ein Wachstum von 136 Prozent und rund ein Drittel der neuen OpenJDK-Projekte sind extern orientiert. Dieses Wachstum belegt, dass das Commitment von Oracle nicht nachlässt, sondern Früchte trägt.

Im Anschluss daran stellt Shaun Smith, Oracle Product Manager, den neuen Java SE Cloud Service vor. Unter dem Motto “Build, Zip, Deploy“ ist dieser die einfachste Art, um Java-Anwendungen beispielsweise mit Tomcat gebündelt in der Cloud zu nutzen. Bei der Implementierung des Cloud-Service wird zur Virtualisierung Docker benutzt und zum Tooling Flight Recorder for Production Use angeboten. Der Services ist skalierbar und es gibt die Funktion „One Click Java Version Update“. Man muss sich also nicht um die Pflege der Plattform und die Security-Fixes kümmern.

Ein Blick in die Zukunft

Als Highlight stellt Mark Reinhold, Chief Architect Java Platform Group, die wesentlichen Dinge im kommenden JDK 9 vor (Projekt „Jigsaw“). Es sind die Eliminierung von Classpath-Hell und die Modularisierung der Java-Plattform. Ein Vorteil dabei sind Java-Profile (Subsets der Java-Plattform) für unterschiedliche Device-Typen. Er zeigt dazu am Beispiel einer Hadoop-Anwendung wie sich der Classpath-Hell in der Realität manifestiert und wie die Einführung eines Modul-Systems diese Probleme löst. Durch die Modularisierung der Java-Plattform lassen sich auch passende Profile (Subsets davon) für unterschiedliche Device-Typen definieren.

Das nächste Highlight kommt von Brian Goetz, Chief Language Architect Java Platform Group, der andeutet, was nach Java 9 kommen soll: Das Valhalla Project bringt Specialized Generics sowie Value Types und im Panama Project wird es ein Foreign-Function-Interface, Data Layout Control sowie Array 2.0 geben.

Die Keynote von Anil Gaur, Oracle Vice President Software Development, ist nicht besonders technisch, sondern beleuchtet mehr die Management-Sicht. Im Vordergrund steht die Ausbalancierung von Specification Development, Developer Adoption und Vendor Adoption. Statistiken belegen, dass Oracle auf dem richtigen Weg ist: Java EE 7 ist heute die bevorzugte Java-EE-Plattform auf dem Markt mit hohen Wachstumsraten.

Eher unspektakulär verkündet Anil Gaur die größte Neuigkeit: Der WebLogic Server 12.2.1 steht ab sofort als Java-EE-7-Implementierung zum Download bereit. Einige Mitbewerber wie IBM und Red Hat haben ebenfalls Java-EE 7-Implentierungen herausgebracht.

Zu Java EE 8 nennt er den Status und eine Roadmap: GlassFish 5 wird die Java-EE-8-Referenz-Implementierung sein. Erste Builds sind bereits zum Download bereit.

Sun-Gründer Scott McNealy bringt die Zuhörer mit seinen „Top Ten Nightmares” sehr humorvoll und auflockernd in fast vergessene Zeiten zurück,

Michael Greene, Vice President and General Manager, System Technologies and Optimization, Software and Services Group bei Intel, demonstriert sein Hauptanliegen, eine gute Java-Performance auf der gesamten Intel-Plattform. Neu ist die Unterstützung für Java ME auf Intel Edge Devices sowie der „Intel IoT Developer Kit“ für Java. Intel bereitet sich bereits heute auf die Optimierungen von kommenden Java-Technlogien auf der kompletten Intel-Plattform vor.

Wer sehen will, was gerade auf der JavaOne läuft, findet hier einen Live-Stream.

Der Artikel entstand in Zusammenarbeit mit Wolfgang Weigend und Peter Doschkinow von Oracle.