„Die Cloud-Strategie wird greifen …“

  • Erstellt von wta
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Oracle-Co-CEO Mark Hurd gibt sich von der Oracle-Strategie hinsichtlich „Cloud“ absolut überzeugt. Für ihn ist das die Technologie der Zukunft. Vor der europäischen Presse fasst er die neuen Cloud-Produkte zusammen.

Oracle-Co-CEO Mark Hurd gibt sich von der Oracle-Strategie hinsichtlich „Cloud“ absolut überzeugt. Für ihn ist das die Technologie der Zukunft. Vor der europäischen Presse fasst er die neuen Cloud-Produkte zusammen.

Die Zahlen sind auf den ersten Blick beeindruckend: Sowohl bei PaaS als auch bei SaaS verzeichnet Oracle momentan eine Steigerung von mehr als 30 Prozent. Doch Mark Hurd reicht das nicht; in zwei Jahren soll die Steigerungsrate bei 100 Prozent liegen. Um dieses Ziel zu untermauern, gibt er fünf Prognosen für die nächsten zehn Jahre ab:

  • 85 Prozent aller Applikationen laufen in der Cloud. Derzeit sind es 24 Prozent.
  • Nur noch zwei große Suite-Anbieter bedienen 80 Prozent des SaaS-Markts.
  • 100 Prozent der Entwicklungs- und Test-Aktivitäten finden in der Cloud statt.
  • Alle Unternehmensdaten sind in der Cloud gespeichert.
  • Die Enterprise-Cloud ist die sicherste Umgebung für Daten.

Unter diesem Gesichtspunkt ist es verständlich, dass Oracle auf der OpenWorld nur noch von der Cloud redet. Mark Hurd fasst die neu vorgestellten Produkte und Lösungen zusammen.

Im Bereich „Software as a Service“ gibt es die Supply Chain Management Cloud und die Enterprise Resource Planung Cloud, mit denen Fertigungsunternehmen ihre kompletten Prozesse abdecken können. Hinzu kommt mit der Learning Cloud eine Erweiterung der HCM Cloud.

Bei „Platform as a Service“ hat Oracle mit dem WebLogic Server 12.2.1, Coherence 12.2.1 und den Entwicklungstools für die Datenintegration neue Fusion-Middleware-Produkte auf den Markt gebracht. Der Visualization Cloud Service rundet die Neuvorstellung in diesen Bereich ab.

Die Neuheiten bei „Infrastructure as a Service“ werden erst am Dienstag präsentiert. Hinsichtlich Hardware sind das Betriebssystem Solaris 11.3 und der Sparc-Prozessor M7 neu hinzugekommen.

Damit sieht Mark Hurd Oracle für den Cloud-Markt bestens gerüstet.

„Der Markt wird zeigen, ob die Rechnung aufgeht“, kommentiert Fried Saacke, DOAG-Vorstand und Geschäftsführer. „Eine derartige Monopolisierung ist sicher nicht im Sinne der Anwender. Außerdem bedingt es ein sehr hohes Vertrauen in den Hersteller, welches Oracle derzeit Gefahr läuft zu verspielen, wenn man beispielsweise an die Lizenzierungspraktiken von Oracle unter VMware denkt.“