Wann und wie hast du deine Leidenschaft für die IT entdeckt und wie bist du dann schließlich bei Java gelandet?
Mich hat im Alter von 10 Jahren der Nibbels Port im QBasic Emulator auf dem alten PC meines Vaters fasziniert und irgendwie hat mich der PC nicht mehr losgelassen. Er steht noch heute in meinem Jugendzimmer. Zu Java bin ich während der Oberstufe gekommen, wir haben damals mit C/C++ gestartet und sind später zu Java 1.5 gewechselt. Dass ich mich nicht mehr um alles kümmern muss, hat mich gebannt.
Wie bist du erstmals auf die JavaLand aufmerksam geworden und welche Erinnerungen hast du an deine erste JavaLand?
Meine allererste Konferenz überhaupt wäre die ausgefallene ‘COVID JavaLand’ gewesen, und das Beste daran war die spontane durch die Community organisierte Online-Ersatzveranstaltung. Als ich ein Jahr später das erste Mal als Speaker dabei war, hat mich die Community noch mehr gefesselt. Das ist bis heute so geblieben, das Beste ist und bleibt die Community und ihr Spirit!
Auf der diesjährigen JavaLand widmest du dich dem Werkzeug Open Rewrite. Kannst du uns einen kurzen Vorgeschmack geben, was die Teilnehmenden deiner Session erwartet? Warum hast du dich speziell für dieses Thema entschieden?
In meinem Deep Dive werden wir uns zuerst mit dem Werkzeug Open Rewrite und seinen Möglichkeiten beschäftigen und eine gemeinsame Grundlage für den zweiten Teil schaffen. In diesem lade ich die Teilnehmer:innen ein, mit mir zusammen die Benutzung und Erweiterung von Open Rewrite an einem Beispiel zu erfahren. Diese Erfahrung können die Teilnehmer:innen, zurück in ihrem Alltag, nutzen, um den riesigen Berg an Migrationsaufwänden effizient abzutragen. Ich hoffe, damit zu einer positiven Wende beim Umgang mit Bestandscode beizutragen.
Was sind für dich aktuell die spannendsten Entwicklungen im Bereich Java?
Besonders spannend sind für mich die Veränderungen in der Sprache Java und dem JDK. Sie ermöglichen elegante Umsetzungen, effiziente Verwendung der Hardware und Schonung von Ressourcen. Gleichzeitig bringen sie auch neue, nicht zu unterschätzende Migrationsaufwände. Open Rewrite ist ein gutes Werkzeug, um große Mengen dieser Aufwände effizient umzusetzen.
Die JavaLand findet in diesem Jahr erstmals am Nürburgring statt. Kennst du die Location bereits? Welche Erwartungen hast du an den neuen Austragungsort?
Ich war vor einigen Jahren auf dem Rock am Ring Festival, also am und auf dem Nürburgring. Das war ein großer Spaß dank Green Day. Ich denke, wir werden denselben Spaß innerhalb der Community haben und übrigens hat der Nürburgring auch eine Achterbahn [Anm. d. Red.: Die genannte Achterbahn namens Ring-Racer fährt seit vielen Jahren nicht mehr und dient mittlerweile als stimmungsvolle Lichtinstallation für ein benachbartes Hotel.]. Neue Orte sind auch immer eine Chance.
Worauf freust du dich bei der JavaLand am meisten?
Ganz klar auf den Austausch und die Diskussionen innerhalb der Community. Ich hoffe auf einige interessante Diskussionen zu modernem Java und der Rolle von Werkzeugen in diesen Zeiten. Und natürlich bin ich gespannt auf die neue Version der Abendevents!
Lieber Merlin, vielen Dank für das Interview!


