Neugebauer: „Satzungsänderung heißt vor allem Kontinuität“

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Bei der diesjährigen ordentlichen Mitgliederversammlung der DOAG steht ein Satzungsentwurf zur Entscheidung. Stimmberechtigte Mitglieder können am Dienstag, 20. November, im Rahmen der DOAG 2012 Konferenz und Ausstellung in Nürnberg ihre Stimme zu diesem Vorhaben abgeben. DOAG Online hat im Vorfeld mit Dr. Dietmar Neugebauer über die Herausforderungen und Ziele eines solchen Projektes gesprochen.

DOAG Online: Zufrieden mit dem Ergebnis?

Dr. Dietmar Neugebauer: Ja, ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Wir haben versucht, möglichst viele DOAG-Aktive in den Prozess mit einzubinden. Das hat dazu geführt, dass jetzt ein Satzungsentwurf vorliegt, der auf einer breiten Basis steht und bereits viel Zustimmung erhalten hat.

DOAG Online: Warum braucht die DOAG eine neue Satzung?

Dr. Dietmar Neugebauer: Damit die Ziele der DOAG weiterhin für alle Mitglieder verfolgt werden können, muss die DOAG fachlich sichtbarer werden, den lokalen Kontakt in den jeweiligen Regionen verstärken und die komplette Mitgliedervielfalt in diesen Prozess mit einbinden. Nur so können Erfahrungsaustausch, Wissensvermittlung und Dialog mit dem Hersteller in Zukunft gewährleistet werden. Das ist unsere Überzeugung und die Grundlage für die vorgeschlagene Satzungsänderung gewesen.

DOAG Online: Was heißt es konkret für die Mitglieder?

Dr. Dietmar Neugebauer: Es mag widersprüchlich klingen, aber für die meisten Mitglieder heißt das vor allem Kontinuität. Die Ziele der DOAG bleiben ja unverändert. Für die Personen, die sich bei der DOAG engagieren möchten, sind die Mitwirkungsmöglichkeiten wesentlich besser gestaltet.

DOAG Online: Die DOAG hat mittlerweile 6.000 Mitglieder. Allerdings ist die Anzahl der Personen, die sich aktiv und auf freiwilliger Basis an der Gestaltung des Vereinslebens beteiligen, relativ gering. Ist die Satzungsänderung auch eine Antwort darauf?

Dr. Dietmar Neugebauer: Ja, durch die stärkeren Mitwirkungsmöglichkeiten erwarten wir auch, dass sich mehr Mitglieder engagieren. Die Mitglieder können das nun fachlich in den Communities, lokal in den Regionalgruppen und strategisch in der Delegiertenversammlung tun. Die Arbeit innerhalb der DOAG kann dadurch auf viele Schultern verteilt werden.

DOAG Online: Letztes Jahr gab es mit der Einführung der Communities bereits ein paar Änderungen bei der DOAG. Wie ist hier der Stand? Welche Erfahrungswerte haben diese mittlerweile gesammelt?

Dr. Dietmar Neugebauer: Die Einführung der Communities ist sehr positiv aufgenommen worden. Einmal engagieren sich mehr Mitglieder bei der Durchführung von Aktivitäten zu diesen rein fachlichen Themen und die Reaktion der Teilnehmer – zum Beispiel auf der DOAG 2012 Development Konferenz - hat gezeigt, dass wir damit genau die Anforderung unserer Mitglieder getroffen haben

DOAG Online: Wie lange hat die Projektgruppe an dem Satzungsentwurf gearbeitet?

Dr. Dietmar Neugebauer: Das kann man nicht wirklich beziffern. Es war ein ein iterativer Prozess. In einer kleinen Gruppe wurde in einem Workshop die Grundstruktur erarbeitet und dann immer wieder im Beirat und Vorstand diskutiert. Zum Abschluss hat sich der Vorstand noch einmal viel Zeit genommen um die Satzung nochmal Satz für Satz durchzugehen.

DOAG Online: Mit welchen Herausforderungen wurden sie konfrontiert?

Dr. Dietmar Neugebauer: Es war uns eigentlich von Anfang an klar, dass man mit einem solchen Thema offen und transparent umgehen muss. In diesem Zusammenhang war es wichtig, Feedback von allen aktiven Mitgliedern der DOAG einzuholen. Als Diskussionsgrundlage brauchten wir ein Gerüst. Wir haben es in einem kleinen Arbeitskreis erarbeitet und dann zur Diskussion gestellt. Wir haben eigentlich sehr effektiv gearbeitet und konnten viele Anregungen in die Satzung einarbeiten.