Oracle macht wieder mehr Umsatz – kommt mit der neuen In-Memory-Option für die Datenbank ein Wachstumsträger?

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Nachdem die zweite Hälfte des vergangenen Finanzjahres recht bescheiden ausgefallen war, schneidet Oracle im ersten Geschäftsquartal wieder besser ab: Der Umsatz stieg zwischen Juni und August 2013 um zwei Prozent auf 8,4 Milliarden US-Dollar. Beunruhigend bleibt trotzdem das Geschäft mit neuen Lizenzen in EMEA und APAC.

Nachdem die zweite Hälfte des vergangenen Finanzjahres recht bescheiden ausgefallen war, schneidet Oracle im ersten Geschäftsquartal wieder besser ab: Der Umsatz stieg zwischen Juni und August 2013 um zwei Prozent auf 8,4 Milliarden US-Dollar. Beunruhigend bleibt trotzdem das Geschäft mit neuen Lizenzen in EMEA und APAC.

Wie immer erweist sich die Software-Sparte als Wachstums-Garant: Insgesamt verbucht diese eine Umsatzsteigerung von 6 Prozent auf 6 Milliarden US-Dollar. Größter Umsatz-Träger ist das Geschäft mit Updates und Support-Leistungen, das um 7 Prozent auf 4,43 Milliarden steigt. Der Verkauf von Neulizenzen entspricht einem Umsatz von 1,65 Milliarden Dollar und wächst in diesem Quartal um 5 Prozent.

Allerdings ist allein in den Amerikas das Geschäft mit Neulizenzen mit einem Plus von 14 Prozent wohl auf: EMEA (Europe, Middle East, Africa) verzeichnet ein Minus von 4 Prozent, APAC (Asia Pasific) von 5 Prozent. Wenn neue Lizenzen tatsächlich als Indikator für künftiges Wachstum gelten, sieht die Zukunftsprognose für Oracle nicht so rosig aus.

Doch diese unbequeme Lage will Larry Ellison mit einer neuen In-Memory-Option für die Oracle Datenbank ausbügeln, die er am Sonntagabend bei seiner Eröffnungs-Keynote auf der Oracle OpenWorld in San Francisco ankündigen wird: "Nahezu jede bestehende Anwendung, die auf der Oracle-Datenbank läuft, wird nach dem Aktivieren der neuen In-Memory-Funktion dramatisch schneller laufen“, versprach der Oracle-Chef.

„Ich habe hohe Erwartungen an die In-Memory-Option. Sie ist eine starke Antwort an SAP und schließt eine Lücke, die offensichtlich auf dem Markt auf großes Interesse stößt“, kommentiert Dr. Dietmar Neugebauer, Vorstandsvorsitzender der DOAG.

In Sachen Hardware hat sich nicht viel geändert: Die Software-Sparte muss weiterhin die Ergebnisse der Hardware-Branche wettmachen. Die Umsätze schrumpfen im ersten Finanzquartal um 7 Prozent. Obgleich der Verkauf von Hardware-Produkten sich als immer noch schwierig erweist (-14 Prozent auf 669 Millionen US-Dollar), schreibt der Hardware-Support indes ein Plus von 3 Prozent auf 592 Millionen Dollar.