Oracle OpenWorld: John Fowler kündigt Oracle Solaris 11.1 an

  • Erstellt von Mylène Diacquenod
  • Infrastruktur, Themen

Diese Auflage der Oracle OpenWorld steht voll und ganz unter dem Motto der Cloud und Engineered Systems. Die beiden Themen sprechen die Oracle-Manager in den bisherigen Keynotes zur Genüge an und verdrängen somit fast den Rummel um Big Data. Nach dieser Devise ging auch die Keynote von John Fowler, Executive Vice President Systems, über die Bühne. Dabei wirkte die eigentliche Ankündigung dieser Keynote - Oracle Solaris 11.1 – fast völlig nebensächlich.

Dabei soll die neue Version von Oracle Solaris über 300 neue Leistungs- und Funktionserweiterungen liefern, erklärte der Oracle-Manager kurz in seiner Keynote. Das Betriebssystem für unternehmenskritische Anwendungen bietet in der neuen Version eine Reihe von Verbesserungen in Bezug auf Performance, Verfügbarkeit und I/O-Durchsatz. Upgrades sollen laut Oracle durch integrierte Upgrade-Tools leicht gemacht werden. 

Die Sperrverwaltung verlagert Oracle in den Solaris-Kernel und verbessert somit die Oracle RAC (Real Application Clusters) Lock Latency um 17 Prozent. Die Größe der Oracle Database SGA (System Global Area) kann übrigens nun ohne Neustart angepasst werden, während I/O-Engpässe mit Oracle Solaris DTrace besser beobachtet und verstanden werden können. 

Und natürlich geht es auch bei Solaris auch ein Stück um Cloud. Mit seinen eingebauten Virtualisierungsfunktionen unterstützt Solaris Federated File System (FedFS) und ermöglicht einen einheitlichen Namensraum von cloudfährigen Umgebungen. Auch die Unterstützung von Software Defined Networs (SDN) und Edge Virtual Bridging (EVB) wurde auf Vordermann gebracht und maximiert die Nutzung von Netzwerk-Ressourcen. 

Zudem hat Oracle die Leistung in Solaris Zone gegenüber der vorigen Version um das Vierfache verbessert. Anwender können darüber hinaus über den automatischen Shared Storage viel einfacher zwischen den verschiedenen Systemen wechseln. Oracle Solaris 11.1 enthält auch Verbesserungen in Bezug auf den Einsatz von Oracle VM 

Die Keynote war für Fowler die Gelegenheit, einen Exkurs durch das Oracle-Portfolio zu machen und die Technologien und Akquisitionen, die für die Cloud relevant sind, noch einmal hervorzuheben. Neben der Exa*-Familie erwähnte er die SPARC-Familie  sowie die Sun ZFS Appliances. Auch auf Oracle Enterprise Manager und Oracle VM machte er aufmerksam.