Nach den Vorstellungen von Oracle wandern in den kommenden Jahren zahlreiche IT-Leistungen in die Cloud. Entsprechend hoch ist die Zahl der Neuvorstellungen in Richtung „Cloud-Services“. Thomas Kurian, als President bei Oracle verantwortlich für die Produkt-Entwicklung, gibt einen Überblick.
„Oracle Cloud Platform for Big Data“ ist eine neue benutzerfreundliche Basis für die Auswertung von Big Data. Sie ist Teil des weltweit umfassenden Platform-as-a-Service. Die neuen Dienste sind der „Oracle Big Data Preparation Cloud Service“ zur Automatisierung und Optimierung der Prozesse und „Oracle GoldenGate Cloud Service“ zum schnellen Transfer großer Datenmengen. „Oracle Big Data Dicovery Cloud Service“ bringt die Big-Data-Analyse-Fähigkeiten von Oracle in die Cloud und „Oracle NoSQL Database Cloud Service“ bietet einen fortschrittlichen Key-Value-Datenspeicher zur hochverfügbaren und elastisch skalierbaren Datensammlung. Das Portfolio der „Oracle Cloud Platform for Integration“ beinhaltet „Oracle IoT Cloud“, „Oracle Integration Cloud“, „Oracle SOA Cloud“ und „Oracle API Manager Cloud“.
Auch an die Entwickler wird gedacht: Oracle ergänzt mit neuen „Cloud Platform Services“ und verbesserte Development-Frameworks für die mehrsprachige Entwicklung die Produktlinie für Entwickler. Hinzu kommen neue Services, Toolkits und aktuelle Frameworks für JavaScript- und Java-Entwickler. Die „Oracle Application Container Cloud“, ein neues PaaS-Angebot, unterstützt Docker-Container und beinhaltet „Java SE Cloud Service“, um Java-Code auszuführen, der keine volle Java-Enterprise-Edition-Infrastruktur erfordert. Der Service unterstützt Spring, Jersey, Tomcat, Play und kann JVM-basierte Sprachen wie JRuby, Jython und Closure ausführen. „Node Cloud Service“ ist optimiert, um JavaScript-basierte serverseitige Funktionen auszuführen. Dieser Service nutzt die bekannte „node.js“-Plattform und beinhaltet Unterstützung für Node-Frameworks und „npm“-Module wie Express, Underscore und Passport. Der „Oracle Developer Cloud Service“ ist eine PaaS-Entwicklungslösung, die erweitert wurde, um für die oben genannten Services nahtlos DevOps-Funktionen anzubieten. Das „Oracle JavaScript Extension Toolkit“ bietet ein Client-seitiges JavaScript-Set mit Libraries. Darüber hinaus werden neue Versionen des Java-basierten Entwicklungs-Frameworks wie „Oracle Application Development Framework“ und „Oracle Mobile Application Framework“ angekündigt.
Während seiner Keynote stellt Thomas Kurian umfangreiche Erweiterungen der Cloud Infrastructure Services vor. „Oracle Elastic Computer Cloud“ wird als „Elastic Compute“ und „Dedicated Compute“ angeboten. Letzteres stellt sicher, dass die Kunden elastische, aber genau zugewiesene Rechenleistung und Netzwerkisolation erhalten. „Oracle Storage Cloud – Archive Service“ bietet Speicherkapazität für Daten von Anwendungen, die langfristig aufbewahrt werden müssen. „Oracle Storage Cloud – File Storage“ agiert als Storage Gateway aus dem Data Center in die Cloud, „Oracle Network Cloud“ stellt zahlreiche Verbindungsoptionen bereit und „Oracle Container Cloud“ bietet die Möglichkeit, Anwendungen in Docker-Containern laufen zu lassen. Vorzertifizierte Technologie- und Applikations-Stacks von Oracle und zahlreichen Partnern für die Oracle Cloud umfassen viele Open-Source-Technologien, Oracle-Technologien und - Anwendungen, einschließlich E-Business-Suite, PeopleSoft und JD Edwards.
Mit der „Oracle Management Cloud“ für den IT-Betrieb will Oracle seine Führungsrolle in der Cloud ausbauen. Dahinter steht eine Suite mit integrierten Monitoring-, Management- und Analytics-Lösungen der nächsten Generation. Sie umfasst drei neue verfügbare Services: „Oracle Application Performance Monitoring Cloud Service“ versorgt Entwicklungs- und Betriebsteams mit den notwendigen Informationen, um in Mobile- und Web-Applikationen von heute Fehler schnell identifizieren und beheben zu können. „Oracle Log Analytics Cloud Service“ überwacht, aggregiert, indiziert und analysiert alle Anwendungsprotokolle der On-Premise- und Cloud-Anwendungen sowie der Infrastruktur und „Oracle IT Analytics Cloud Service“ bietet den 360-Grad-Blick in die Leistung, Verfügbarkeit und Kapazität von Anwendungen und IT-Investitionen. Auf Basis einer umfassenden System- und Daten-Analyse können Executives, Analysten, und Administratoren kritische Entscheidungen über ihre IT-Betriebsvorgänge treffen.
Drei neue Erweiterungen gibt es auch für die „Oracle Marketing Cloud“. „Offline Data Append“ reichert die digitalen Online-Kundenprofile mit Daten von Offline-Transaktionen an. Mit „Match Multiplier“ bringen Marketer die Daten der off- und online-Kanäle ihrer Kunden in einen gemeinsamen Pool ein. „Business Units for Content Marketing“ bieten einen zentralen Blick auf Content-Marketing-Bestände, Kalender und Analysen.
Fazit: 2016 wird eindeutig das Jahr der Cloud bei Oracle. Es bleibt abzuwarten, wie der Markt darauf reagiert.


